Karneval bei der Kolpingsfamilie

Dicke Mädels, staatse Sänger und Hänschen in Bad Honnef

„Dicke Mädchen“: Gertrud Balter, Imelda Bechtold, Margret Koelzer und Ilse Birgit Stang (von links).

„Dicke Mädchen“: Gertrud Balter, Imelda Bechtold, Margret Koelzer und Ilse Birgit Stang (von links).

Bad Honnef. Die Kolpingsfamilie feiert den Start in die Karnevalssession mit Liedern und Büttenrednern.

Kaffee, Kuchen, Karneval bei der Kolpingsfamilie. Gemeinsam ging's in die neue Session. Die Kolpingsbrüder und Kolpingsschwestern feierten den Start in die fünfte Jahreszeit mit einem bunten Nachmittag – und die Chorgemeinschaft Bad Honnef machte mit. Die Herren, verstärkt durch ihre Mitstreiter vom MGV Gemüthlichkeit Königswinter, boten ein buntes Potpourri kölscher Lieder von „Du bes die Stadt“ bis „Dat Hätz vun dr Welt“ – und das Publikum im Saal schunkelte mit.

 Gekonnt begleitet wurden die Sänger von Hans-Joachim Zick am Klavier. Peter Fuchs, der Vorsitzende der Chorgemeinschaft, hatte gemeinsam mit Peter Stang, dem Vorsitzenden der Kolpingsfamilie, die Gäste begrüßt und seine Sänger vorgestellt. Rudolf Guthy und sein Sängerkollege aus Königswinter, Richard Kern, der letzte Drachenfels-Fotograf, glänzten jeweils mit Solo-Stücken wie „Es war in Königswinter ...“

Ilse Birgit Stang, zweite Vorsitzende der Kolpingsfamilie, aber auch Chefin der Katholischen Frauengemeinschaft Sankt Anna in Selhof, hatte ihre Mitstreiterinnen Gertrud Balter, Imelda Bechtold und Margret Koelzer zum gemeinsamen Auftritt bei der Kolpingsfamilie gewonnen. Als „Dicke Mädchen“ mit Superlang-Mähne rockten sie den Saal. Die vier Mädels mit der 92-jährigen Gertrud Balter waren einfach spitze. Mit Leni Konzen und Margret Koelzer trat Ilse Birgit Stang außerdem in die Bütt – zum Beispiel als „Schäng und Johann“.

Hänschen Remig gefiel mit seinen Geschichten von der Schiffstour oder von den Fledermäusen in einigen Kirchen des Siebengebirges. Remig berichtete, wie drei Pfarrgemeinden die Fledermäuse aus den Gotteshäusern verbannen wollten. Der Pastor aus Oberdollendorf habe sie erschossen, woraufhin die Kirche komplett renoviert werden musste. Die Heisterbacherrotter hätten sie eingefangen und auf der Kölner Domplatte fliegen lassen. „Am nächsten Morgen waren sie alle wieder da. In Stieldorf wurden sie getauft und gefirmt. Seither wurden sie in der Kirche nie mehr gesehen.“ Das jecke Publikum applaudierte begeistert.