Auftritt von Peter Wirtz

Dschingis Khan stürmt die Königswinterer Bühnen

Königswinter. Bürgermeister Peter Wirtz ist als Dschingis Khan mit seiner wilden Horde durch die Königswinterer Säle gezogen. Auf der Bühne zeigten sie ganzen Körpereinsatz - und teilweise sportliche Höchstleistungen.

Sie trugen Angst und Schrecken in jedes Land, und weder Blitz noch Donner hielt sie auf – Dschingis Khan Peter Wirtz verbreitete mit seiner wilden Horde zur Musik des deutschen Beitrags des Eurovision Song Contest von 1979 in den Sälen in Königswinter an Weiberfastnacht allerdings nur eins: Lachtränen und beste Stimmung.

Traditionell macht sich der erste Mann der Stadt an Weiberfastnacht auf, um die Damenwelt in seiner Stadt zu verzaubern. Und längst wird er dabei nicht mehr „nur“ von seinen beiden Stellvertretern und seiner Trainerin, NRW-Staatssekretärin Andrea Milz, begleitet. Erneut wurde das Team mit den stellvertretenden Bürgermeistern Cornelia Mazur-Flöer und Oliver Schikora von den Ratsmitgliedern Norbert Mahlberg, Dirk Lindemann, Bernd Schlegel und Uwe Sentner unterstützt. Gemeinsam enterten die Mongolen mit fürchterlichem – Pardon – furchterregendem Make-up und lautem Gestampfe die Bühnen in den Weiten des Königswinterer Hügellandes.

Nicht ganz so ausgefeilt wie zuletzt

„He Männer, ho Männer, tanzt Männer, so wie immer. Und man hört ihn lachen, oh ho ho ho. Immer lauter lachen, ha ha ha ha“ – es waren allerdings eher die Damen vor der Bühne, die einiges zu Lachen hatten, während die Männer auf der Bühne ihr Bestes gaben. Freilich, so glaubten Kenner der Szene zu entdecken, war die Choreografie dieses Jahr vielleicht nicht ganz so ausgefeilt und raffiniert wie in den Jahren zuvor. Das könnte aber daran gelegen haben, dass der Text die tanzenden Ratsherren bereits genug durcheinanderbrachte.

„Wenn es in dem Lied heißt 'Er zeugte sieben Kinder in einer Nacht', kommen die Herren immer aus dem Takt“, berichtete Milz und amüsierte sich dabei köstlich. Eine Tatsache, die die Herren übrigens vehement abstritten. Doch trotz dieser heiklen Problematik hatte die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt ihre Mannen weitgehend auf den Punkt fit gemacht.

Vielleicht war es ja auch gar nicht die Choreografie, die so manche Frau aufseufzen ließ, sondern die Tatsache, dass Dschingis Khan Wirtz sich ganz auf den Kampfeinsatz auf den Weiberbühnen konzentriert hatte und auf ein gewagtes Outfit wie als Frank N. Furter diesmal verzichtet hatte. Doch auf der Bühne zeigten die Herren und Damen dann ganzen Körpereinsatz und – zumindest in einigen Fällen – sportliche Höchstleistungen. „Die Ratsmitglieder, die hier stehen, können das noch“, so das Stadtoberhaupt mit einem Grinsen, um dann nach dem ersten Auftritt selbstkritisch anzumerken: „Das war noch nicht ganz rund, aber wir hoffen, dass wir das bis zu unserem letzten Auftritt heute Abend noch ein bisschen verfeinert haben.“

Weitere Auftritte am Wochenende

Davon abgesehen, werden die Kostüme nach den Weiberfastnachts-Auftritten natürlich noch nicht komplett in der Mottenkiste auf dem Dachboden verschwinden. Weitere Auftritte im Altenheim und bei den Weibersitzungen an diesem Freitag in Uthweiler und am Samstag bei den Bockerother Wievern werden folgen.

Und dass Dschingis Khans Horden sogar die Stadtgrenze überwinden und bis ins ferne Rott reiten müssen, macht den wilden Kämpfern für die Unterhaltung der feierwütigen Damenwelt natürlich gar nichts aus.