Eine Hochzeit mit viel Alaaf

Francisco Hoffmann und Gudrun Schillo gaben sich das Ja-Wort

Ein Bützchen für die Ewigkeit: Standesbeamtin Ute Kluth (2. von rechts) traut Francisco Hoffmann und Gudrun Schillo.

THOMASBERG. Am 12. November 2008 hatten sich Francisco Hoffmann (54) und Gudrun Schillo kennengelernt. Dienstagabend, auf den Tag genau fünf Jahre später, trauten sie sich. Und wie! Es wurde eine Hochzeit mit viel Alaaf und 250 herrlich verkleideten Gästen im Saal der Strücher KG. Denn beim Karnevalsempfang des Bürgermeisters im Haus Bachem hatten sie sich erstmals gesehen.

Es waren ihre schönen, dunklen Augen und ihre herrlichen Haare, die den Bräutigam faszinierten. Es war seine liebenswerte Art, die der heute 48-Jährigen gleich gefiel. Er war damals als Präsident der KG Vinxel geladen; sie tanzte als Piratin mit ihrer Showtanzgruppe Grün-Orange Römlinghoven und kaperte sein Herz auf Anhieb. Gestern tauschten die beiden Karnevalisten auf der Bühne des Franz-Unterstell-Saals die Ringe und gaben sich unter dem Applaus der Festgäste den ersten Kuss als frischgebackenes Ehepaar.

Standesbeamtin Ute Kluth sagte: "Die Tänzerin wurde seine Traumfrau und machte aus dem spanischen Berliner Immi-Prinzen einen Fastrheinländer." Und sie zitierte aus dem Lied der Räuber: "Wunderbar, dieser Traum mit uns wurde wahr..." Mit dabei die Töchter der Brautleute, Annika und Jacqueline, sowie viele Verwandte, die während der Zeremonie am Elferratstisch Platz nahmen.

Gudruns Bruder Ralf Alfter hatte die strahlend schöne Braut in die "Standesamt-Außenstelle" geleitet. Und der Bräutigam war hingerissen, als er seine Liebste dort zum ersten Mal in ihrem champagnerfarbenen Hochzeitskleid mit viel Spitze und blauen Kontrasten erblickte - in den Farben der Strücher KG eben, denn ihr Ehemann ist seit 2012 deren Präsident. Ehrensache: Er trug das Ornat seiner Gesellschaft und die Präsidentenkappe.

Die originelle Verkleidung der Trauzeugen Ulli und Uschi Schwarz: Sie kamen als Schornsteinfeger ihrer Aufgabe nach. Das Ehepaar entschied sich für den Familiennamen Hoffmann Linhard. Und nach dem offiziellen Akt ging's zur Gratulationscour. Auch Bürgermeister Peter Wirtz, quasi als Ehestifter, wünschte viel Glück für den gemeinsamen Lebensweg, der mit einem jecken Programm startete.