Rosenmontagszug durch Thomasberg und Heisterbacherrott

Jecke versprechen Glück in allen Lebenslagen

Eben noch im Garten, jetzt schon beim Zoch: Die Zwerge aus Hartenberg verteilten Obst und Blumensamen.

Eben noch im Garten, jetzt schon beim Zoch: Die Zwerge aus Hartenberg verteilten Obst und Blumensamen.

THOMASBERG/HEISTERBACHERROTT. Menschenskinder, das Überleben ist gesichert. Erstens: Es gab Kamelle zuhauf im Rosenmontagszug. Zweitens: Der Kindergarten „Menschenkinder“ hat eine Arche Noah gebaut. Und die großen wie die kleinen Tiere liefen mit im Zoch.

Die Arche mit Friedenstaube hatten sie natürlich im Schlepptau. Das war tierisch gut. Die Pänz vom Kindergarten Drachenkinder aus Thomasberg indes kamen als Superhelden im Batman-Look. Und die Mädels und Jungs des Kindergartens Siebengebirge meinten im Merkel-Sprech: „Jaaaa, wir schaffen das!“ Und zwar: Tüchtig Kamelle zu werfen und außerdem die Bauphase zu meistern.

Eine tolle Kolonne von Bauarbeitern waren demzufolge unterwegs im Blaumann, mit Bauarbeiterhelmen und mit Großgeräten in Klein – Bagger, Kräne, Bauwagen, Schaufellader, alles hatten die Pänz dabei. Kindergartenchefin Monika Voosen: „Viele unserer Kinder kommen aus dem Neubaugebiet, erleben das zu Hause mit. Wir im Kindergarten haben Bauen zum Projekt gemacht.“

Bob der Baumeister wohnt in Heisterbacherrott. Der Verein zur karnevalistischen Verspottung zeitgenössischer Themen meinte: „Make H’rott great again!“ Auf ihrem Auto ein Trump-Kopf und eine US-Fahne. Die „Gartenzwerge vom Hartenberg“ verteilten Äpfel und Orangen, aber auch Blumensamen, die in den Blumenkästen ihres Gartenhäuschens lagerten. Das x-Team lieferte Flüssiges von seinem Barwagen.

Die Superhelden der HSV-Handballtruppe machten mit ihren Einlagen den vielen Narren am Zochweg Spaß. „In die Hocke“, lautete der Befehl. Und dann sprangen die Helden auf und tanzten ab. Die Samba Hot Rott Chilis – sie machten dem Publikum gute Laune mit ihrer Samba-Musik. Das Strücher Damenkomitee packte noch eins drauf: An ihrem Wagen prangten Glücksklee und Hufeisen – wenn das kein Versprechen auf Glück in allen Lebenslagen für die Jecken war.

„Mir losse die Puppe danze“: Der Maiclub Thomasberg lud schon mal zum Tanz in den Mai ein. „Ejal ob Tanz, ejal ob Mai, mir sin bei jedem Driss dabei!“ Zum Hotel Hexenalm ging's um die Ecke: ein rollendes Riesenhaus der Powerhexen. Dieser Zoch war keine Hexerei, sondern liebevoll zusammengestellt von vielen Jecken. Und in ihrem Wagen thronte Kinderprinzessin Jill, die mit vollen Händen Kamelle warf. Ein großer Tag für die reizende Tollität.