Party in Hennef

800 Jugendliche feiern bei strahlendem Sonnenschein auf dem Hennefer Markt

Hennef. Die Jugendparty in Hennef bleibt ohne besondere Vorkommnisse. Sanitäter mussten 16 Personen mit Alkoholvergiftung helfen. Polizei spricht "ein paar" Platzverweise aus.

Fröhlich und ausgelassen feierten am Donnerstag rund 800 Jugendliche auf dem Hennefer Marktplatz zu kölschen Karnevalsklassikern und Technomusik, die wie jedes Jahr ein DJ auflegte. Ingesamt 50 städtische Mitarbeiter des Jugend- und Ordnungsamtes sowie Feuerwehr und Rettungsdienst plus Polizei sorgten zwischen 12 und 16 Uhr dafür, dass die Party nicht zu ausschweifend wurde. Dennoch gab es, wie jedes Jahr, wieder einige Jugendliche, die es mit dem Alkoholkonsum ein wenig übertrieben und von Rettungssanitätern in einem eigens dafür eingerichteten Zelt versorgt werden mussten.

„Aufgrund des guten Wetters haben wir deutlich mehr Menschen auf dem Marktplatz als im vergangenen Jahr“, sagte Herbert Schneider, Leiter der Hennefer Polizeiwache, und bezifferte die Menschenmenge auf rund 800. Grundsätzlich sei es aber ruhig geblieben. Um dem karnevalistischen Hintergrund dieser Weiberfastnachts-Party ein wenig Rechnung zu tragen, war die KG „Quer durch de Waat“ mit dem diesjährigen Hennefer Prinzenpaar zur Jugendparty gekommen. Prinz Wolfgang IV. und Prinzessin Monika V. ließen es sich bei ihrem kurzen Auftritt nicht nehmen, den Jugendlichen viel Spaß bei der Party zu wünschen. „Und übertreibt es bitte nicht. Man kann auch ohne große Mengen an alkoholischen Getränken fröhliche Karneval feiern“, sagte die Hennefer Prinzessin.

Bis zum frühen Nachmittag gab es laut Lutz Duckwitz, von städtischer Seite mit den Organisationsaufgaben der Party betraut, sowie dem Hennefer Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Nentwig „keine besonderen Vorkommnisse“. „Natürlich haben wir bereits heute morgen am Bahnhof Jugendliche kontrolliert und harte Spirituosen konfisziert“, sagte Nentwig. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen habe es für die Party allerdings nicht gegeben. Wie bereits im vergangenen Jahr waren die Zugänge zum Marktplatz mit Bauhof- und Rettungsdienstfahrzeugen abgesperrt. Am Abend zogen Schneider und Duckwitz einen kleine Bilanz. „Es waren deutliche mehr Jugendliche als in den Jahren zuvor bei der Party. Grundsätzlich ist es trotzdem verhältnismäßig ruhig geblieben, obwohl wir ein paar Körperverletzungsdelikte hatten und auch ein paar Platzverweise aussprechen mussten“, sagte Schneider. „Es mussten alles in allem 16 Fälle von Alkoholvergiftungen sowie insgesamt 31 chirurgische Fälle, darunter größtenteils Schnittverletzungen behandelt werden“, sagte Duckwitz auf Anfrage des General-Anzeigers.