Hangelarer Jecken

"Belzebub" Klaus Schumacher muss sich der geballten Macht beugen

Redduell: Ehrengarden-Präsident Dirk Huchler fordert die "Tintenkleckser-Teufel" Klaus Schumacher heraus.

12.01.2014 SANKT AUGUSTIN. Musik und Tamtam am Sonntagvormittag? Das ließ der "schwarze Klaus", Teufel von Sankt Augustin, nicht so leicht mit sich machen. Es überraschte wenig, dass Belzebub Klaus Schumacher den Hangelarer Ehrengardisten den Einzug ins "Haus des Karnevals" am Franz-Josef-Halm-Platz mürrisch und doch nur allzu gern verwehren würde.

"Denn mir ist diese schöne Stadt gar schutzlos ausgeliefert. Und dieses mach? ich schon seit Jahr'n, seitdem es ausge-Riefert," forderte der Teufel den Präsidenten der Ehrengarde Hangelar, Dirk Huchler, in geschliffener Reimrede heraus.

Doch der ließ sich gestern vom schwarzen Klaus nicht einschüchtern: Als Nachfolger von Norbert Ahlert, der sich im Juni 2013 sein "grün-gelb Ruhekissen" redlich verdient hatte, bewies Huchler sein Redetalent: "Denn nicht der Stahl alleine ist's, der Wunden schlagen kann.

Bedenkt des Narren Zunge, die köpfen kann den Mann." So merkte Schumacher schnell, dass er sich an der Ehrengarde die Hörner abstoßen würde, die es sich nicht nehmen ließ, den "Höllenhund für Arme" und "Maskengnom mit Hörnerspieß" mit heiter-derben Sprüchen durch den Präsidenten in die Schranken zu weisen: "Hey Leute, Garden, Narrenschar - er sagt, er ist Höllenwächter. Das sorgt doch in Sankt Augustin nur für ein laut? Gelächter."

Schließlich sprang der "Teufel der wohl schönsten Stadt in alter Tradition" über seinen eigenen, feurigen Schatten und nahm der Karnevalisten Angebot an, im Karneval zum Engel werden und vom Teufelszeug befreit werden zu können. Im Haus der Nachbarschaft, das nunmehr "Haus des Karnevals" genannt wird, wurde dies sogleich gefeiert: Prinz Wilfried I. und Augustina Lizzi I. fehlten ebenso wenig wie die Hofkapelle der Ehrengarde, der Musikverein Siegklang Meindorf.

Aber auch das Mendener Prinzenpaar, Jörg I. und Elke I., sowie Gardisten und Tollitäten aus Heimerzheim, Siegburg, Lohmar, Buschdorf, Dransdorf und Linz besuchten die Hangelarer Jecken. (Thomas Heinemann)