Ausstellung in Siegburg

Jenny Bartsch zeigt ihre Fotos in der Buchhandlung R2

Fotografien, die während ihres Aufenthalts in Afrika entstanden sind, zeigt Jenny Bartsch in Siegburg.

Fotografien, die während ihres Aufenthalts in Afrika entstanden sind, zeigt Jenny Bartsch in Siegburg.

SIEGBURG. Noch bis Samstag, 19. August, präsentiert Fotografin Jenny Bartsch in der Siegburger Buchhandlung R2 Bilder, die sie im Jahr 2015 in Ostafrika aufgenommen hat. Im Mittelpunkt ihrer Werke stehen die Menschen.

Große dunkle Augen blicken den Besucher der Buchhandlung R 2 in Siegburg an, wenn er die letzte Treppenstufe im oberen Geschoss erreicht. Dort stellt Jenny Bartsch momentan ihre 23 Dokumentarfotos und Porträts aus. An der Wand gegenüber der Treppe hängen zwei Porträts afrikanischer Jungen. Mit fesselndem Blick schaut der eine direkt in die Kamera, der andere blickt nachdenklich zur Seite während er sein Kinn mit der Hand stützt.

Aufgenommen hat Bartsch diese Motive im Jahr 2015, als sie beruflich nach Dschibuti in Ostafrika flog. Bereits 2013 hatte sie sich für einen freiwilligen Auslandseinsatz bei der Bundeswehr gemeldet. Als es rund zwei Jahre später so weit war, wusste die 27-Jährige noch nicht, was sie erwartet: „Ich sollte zu Berichterstattungen für die Medien der Bundeswehr in die Hauptstadt Dschibuti“, erzählt sie. „Dieser Ort sagte mir nichts. Als ich ankam, erwarteten mich Slums, kaum Wasser und jeden Tag 47 Grad Celsius.“ Neben der Berichterstattung war Bartsch vor allem eins wichtig: das Fotografieren. Denn während ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin entdeckte sie vor rund sieben Jahren ihre Leidenschaft für die Fotografie. Seit 2013 ist Bartsch freiberuflich als Fotografin tätig. Weil sie besonders gerne dokumentarisch arbeitet, entschied sie sich, während ihres fünfmonatigen Aufenthalts in Ostafrika die Lebensumstände der Einheimischen mit der Kamera festzuhalten.

Blick soll auf die Gesichter gerichtet werden

In Siegburg ist eine Auswahl dieser Fotos noch bis Samstag, 19. August, zu sehen. Ob es nun eine Mutter mit ihrem Baby ist oder spielende Kinder auf der Straße: Es sind ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotografien. „Viele haben mich gefragt, warum ich meine Fotos nicht in Farbe zeige, immerhin tragen die Einheimischen üppige farbige Gewänder“, so Bartsch. „Aber ich möchte, dass der Blick direkt auf die Gesichter fällt.“

Dass die auffälligen Gewänder den Betrachter ablenken, will sie auf keinen Fall. Es geht ihr um die Menschen. Bartsch will keine Armut zeigen, sondern Momente einfangen, in denen Kinder mit wenig glücklich sind. Besonders gelungen ist ihr das bei dem Foto mit zwei Jungen, die gerade Kleidung geschenkt bekommen. Glücklich strahlen sie, während der eine sich ein gespendetes Hemd überzieht. Pure Freude ist es, die dem Betrachter entgegenspringt.

Der Eintritt zu der Fotoausstellung ist kostenlos. Bei der Finissage am Samstag, 19. August, ist Bartsch ab 18 Uhr ebenfalls in der Buchhandlung R 2 in Siegburg, Holzgasse 45, anwesend.