Stelldichein des karnevalistischen Nachwuchses

Kinderprinzen hopsen durch das Kreishaus

Dat janze junge Jeschmölz im Siegburger Kreishaus.

Dat janze junge Jeschmölz im Siegburger Kreishaus.

Rhein-Sieg-Kreis. Landrat Sebastian Schuster empfängt die jecken Pänz aus den Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises. Tollitäten haben sichtlich Spaß und genießen die vielen Termine in der Session

Landrat Sebastian Schuster hatte am Dienstag schwer zu schleppen. Um seinen Hals baumelten schnell mehr als zwanzig Karnevalsorden. Diese bekam er von den Kinderprinzenpaaren aus den Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises um den Hals gehängt. Rund 350 jecke Pänz waren der Einladung des Landrats zum Kinderprinzenempfang im Siegburger Kreishaus gefolgt – sogar mehr Kinder als im vergangenen Jahr, stellte der Landrat fest.

Nachwuchsprobleme gebe es im Karneval keine, herrschte der allgemeine Konsens unter den Erwachsenen. 15 Kinderprinzenpaare, sechs Kinderprinzessinnen, ein Kinderprinz und zwei Dreigestirne zogen mit ihrem Gefolge ein. Trotz einer kleinen Verzögerung des Programms – einige Tollitäten standen noch im Stau – war die Stimmung ausgelassen und fröhlich. Die Kinder hopsten in ihren Ornaten durch den großen Sitzungssaal im Kreishaus und sangen zur Karnevalsmusik von Axel Friedrich mit.

In dieser Session gab es einige Neuheiten beim Kinderprinzenempfang. Zum ersten Mal richtete der Kreis die Feier im großen Sitzungssaal aus, zudem bereicherte der Clown Pepe aus Siegburg das Programm. „Wir wollten den Empfang näher an eine richtige Sitzung heranrücken und die Kinder wie die Großen feiern lassen“, sagte Kreissprecherin Rita Lorenz. „Die Kinderprinzen sind mindestens genauso wichtig, wie die großen“, ergänzte Schuster. Schließlich seien die Pänz der Karnevalsnachwuchs.

Die hatten sichtlich Spaß beim Empfang und genießen die vielen Termine in der Session. Emma I. als Kinderprinz und Amira I. als Kinderprinzessin der Stadtsoldaten Rheinbach mögen am Karneval vor allem, Orden zu verteilen und zu bekommen. Fin I. und Laura I., Kinderprinzenpaar der Karnevalsgesellschaft Remm Flemm aus Uckerath, sind sich einig: „Beim Empfang ist es toll, so viele andere Kinderprinzen kennenzulernen.“ Genau das schätzt auch Sitzungspräsident Hans-Hermann Klein. „Hier vernetzt sich der Nachwuchs des Karnevals.“