Zug in Ranzel

Märchenwesen ziehen durch Ranzels Straßen

Niederkassel. Am Veilchendienstag feiern 24 Gruppen und mehr als 500 Teilnehmer ausgelassen und quietschvergnügt Karneval.

Kleine Märchenwesen, eine Froschfamilie oder eine Pilotenmannschaft brachten auch noch am Veilchendienstag karnevalistische Stimmung in den Rhein-Sieg-Kreis: In Niederkassel-Ranzel zogen über 500 Teilnehmer in 24 jecken Gruppen durch die Straßen und trotzten dem Regen mit guter Laune. Die Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess Ranzel rief zum Straßenkarneval und ging gleich mit drei Wagen an den Start. Alle waren festlich in Rot und Weiß geschmückt. Der Ranzeler Prinz Christian I. thronte im letzten Wagen und hatte allen Grund zum Feiern: Der 26-Jährige ist der 50. Ranzeler Prinz. Mit anderthalb Tonnen Kamelle feierten die Rut-Wiessen das Jubiläum mit den bunt kostümierten Gästen.

Die durften nicht nur fleißig Süßigkeiten sammeln, sondern auch über ausgefallene Festwagen staunen. Der Kindergarten des städtischen Familienzentrums Willy-Brand-Platz hatte sich dieses Jahr der Märchenwelt gewidmet. Als Wölfe, Zwerge oder Rotkäppchen verkleidet liefen fast 85 Kinder, Eltern und Erzieher hinter dem Märchenwagen der Kindergartengruppe her. Auf goldenem Stoff waren Märchenfiguren wie Schneewittchen abgebildet. Ein echter Hingucker waren auch die Piloten der Ranzeler Bötschköppe, die dem Publikum Livemusik in ihrem Wagen mitbrachte. „Vom Bötschköpp zum Pilot, Reisselwings sin joot“ war das Motto des Wagens der Bötschköppe, die damit als karnevalistische Fluggesellschaft unterwegs waren. „Den Wagen haben wir alle zusammen privat gebaut. Freunde und Familie haben geholfen“, sagte Thomas Müller von der Karnevalsgesellschaft.

Für das Familiäre im Karneval stand auch die Fußgruppe von Familie Ritter. Frei nach dem Motto „Bei uns hat jeder was zu Quäken“ zieht sie schon seit vier Jahren in Froschkostümen beim Ranzeler Straßenkarneval mit. Jeder der Frösche hatte 20 Tüten Kamelle für die Gäste mitgebracht. „Wir sind dieses Jahr ein wenig unterbesetzt, doch wir lassen uns den Spaß nicht nehmen“, sagte Saskia Ritter.