"Sövener Naaksühle"

Nachteulen beim Tanz der Vampire

HENNEF. Schon beim Einmarsch der Nachteulen gab es gestern für die Närrinnen im Sövener Hof kein Halten mehr. Schnell war klar, dass Präsidentin Melanie Kurth-Seiffert und ihre zwölf Naaksühlen es mal wieder so richtig krachen lassen wollten. Kurth moderierte gewohnt professionell die Sitzung, die mit einigen Höhepunkten aufwartete.

"Ming Hätz schläht für Söven" lautete das Motto, das über den jecken Damen prangte, und mit viel Herzblut stiegen die Sövenerinnen auch in die Weibersitzung ein. Das Herz schlug dann bereits bei den ersten Darbietungen der Tanzsportgruppe Rot-Weiß Söven höher.

Und die Damen aus den eigenen Reihen sorgten für die Knaller der Sitzung. Als kleine Tanzmariechen begeisterten vier Naaksühle, die den Figuren dieses lustigen kleinen Theaterstücks Kopf und Hände liehen, während dahinter, für die jecken Gäste unsichtbar, vier weitere Ühle für die "Beinarbeit" sorgten. Die Aufführung wurde so gut, dass die Damen zwei Zugaben geben mussten.

Während die Naaksühle im vergangenen Jahr eine Art Tanz der Tausend Schleier aufführten, stand in diesem Jahr zum Abschluss der Sitzung alles im Zeichen vom "Tanz der Vampire". Auch beim Karnevalsumzug am Sonntag werden die Nachteulen in ihrem Vampirkostümen auf einem entsprechenden Mottowagen thronen.

Einen besonderen Empfang bereitete die weibliche Narrenschar dem Sövener Kinderprinzenpaar Emma I. und Paul I. sowie dem Hennefer Prinzenpaar Ute I. und Jörg III. Und auch die Darbietungen der Männertanzgruppen "De jecke Köpp" aus Buchholz und des Rüdesheimer Männerballetts standen bei den Damen hoch im Kurs. Aber überwiegend war es der selbst gemachte Karneval, mit dem die Naaksühle die Sövener Herzen im Sturm eroberten und die Närrinnen in Feierstimmung versetzten.