Zug in Merzbach und Neukirchen

Auch die Bienen brauchen ein Drohne – zum Arbeiten

Rheinbach-Merzbach. In Merzbach und Neukirchen lassen 260 Zug-Teilnehmer den Fastelovend hochleben. Den glanzvollen Schlusspunkt setzen Ralf II. und Heike I.

Merzbach und Neukirchen hatten sich mit Luftballons, Wimpeln und Narrenfiguren für den Rosenmontagszug herausgeputzt. Der setzte sich aus 15 Nummern, darunter sieben teils großen Wagen, und rund 260 Teilnehmern zusammen.

Bombastisch war der Star-Trek-Raketenwagen der „Sürsche Fründe“, die laut ihrer Sprecherin Ute Wassong seit 15 Jahren im Fastelovend mitmischen. Mittlerweile umfasst die Gruppe 35 Personen.

„Wir feiern unsere Silberhochzeit“, sagte einer der „Sürschen Väter“ im Indianer-Kostüm, die mit ihrem Bollerwagen zum 25. Mal aufmarschierten. Die Truppe ist auf fünf Männer geschrumpft, was ihrer Freude aber keinen Abbruch tat. Auf einem rot-grauen Prunkwagen, dekoriert mit historischen Werbetafeln für Eiscreme und Bier fuhr das Damenkomitee Blau-Weiß vor. Die „Sürsche Mädche“, eine private Frauengruppe, war in schwarz-gelb gestreiften Bienenkostümen unterwegs. Dass auch ein Mann dabei war, kommentierte eine der Damen so: „Man muss auch Arbeitsbienen haben.“

„Schule im Grünen“ feierte ein 35-köpfiger Elternzusammenschluss. „Mir läje dat Niwoh deever“, versprachen die „Sürsche Mädche und Junge“. Die Jungs und Mädels von Ohnedorf, ein Kooperation von Gästen aus verschiedenen Nachbardörfern, waren zum zweiten Mal angereist.

Wer das Kamellefangen künftig besonders ökonomisch gestalten will, konnte sich von einer Zuschauerin inspirieren lassen, die kurzerhand mit einem Besen Süßigkeiten und Chipstüten zusammenkehrte.

Den Höhepunkt des Zochs, der von der Feuerwehr eskortiert wurde, markierte das Sürscher Prinzenpaar Ralf II. und Heike I.