Zug in Hilberath

Die Piratinnen der Chaos-Funken entern Hilberath

RHEINBACH-HILBERATH. Die Zugspitze bilden die Junggesellen mit ihren Mädels. Auch Hexen und Schornsteinfeger mischen mit.

Der strahlende Sonnenschein bescherte den Jecke in Hilberath einen Rosenmontagszug wie aus dem Bilderalbum. Die Junggesellen mit ihren Mädels übernahmen die Zugspitze unter dem Motto „Ene Besuch em Zoo“ als bunt gemischte Gruppe von Tieren, von Giraffe über Wildschwein bis zum Wolf. Auf ihrem Bagagewagen bekundeten sie selbstbewusst: „Wir sind oberaffengeil“.

Die zwölf Mädchen der Chaos-Funken der Karnevalsfreunde Hilberath waren als coole Piratinnen unterwegs und hatten sogar ein erst zwei Wochen altes Baby im Kinderwagen dabei. „Das Baby muss früh genug angelernt werden“, waren sich die jungen Frauen einig.

Ihnen folgten die Tänzerinnen der Mini-Funken als Hexen und die Wilden Funken als Erstklässler. „Alles Gute zum Schulanfang“ wünschten die sieben Mädels, ausgerüstet mit Ranzen und Schultüte.

Die Löschgruppe Hilberath war mit einer Lok und sechs Loren beziehungsweise Waggons dabei. Jeder Wagen hatte eine spezielle Ladung: „Bioklütten aus eigenem Anbau“ – die wurden natürlich auch mitsamt Kamelle an das Volk verteilt –, Holz vom „Waldmeister“, Lego-Bausteine, der RE 112 Eifel-Express mit wertvollen Waren und ein Bistro-Wagen.

Letzteren hatte sein „Fahrer“ Sascha Wiegel zwei Wochen lang gebaut und bestückt, wie er sagte. Sein Bistro-Sortiment reichte von Eierlikör und Latte Macchiato bis zu holländischem Kakao in Dosen. Die aktiven Damen der Karnevalsfreunde Hilberath, sämtlich ehemalige Funkenmariechen, gingen als bunte Clowns, gefolgt von den Schornsteinfegern der Gruppe „Mäusetreff“ und den „Printemänner“, die mit ihrem Blasmusikrepertoire musikalisch für Stimmung sorgten.