Zug in Wormersdorf

Erstmals mischen die „Tomburg-Fighter“ mit

Rheinbach-Wormersdorf. In Wormersdorf ist erlaubt, was gefällt: Hunnen an der Seite von Rittern und auch „lodernde Flammen“.

Straßenkarneval mit viel Temperament: Angeführt von der Ortsausschuss-Vorsitzenden Martina Zavelberg-Pütz zogen 22 Gruppen mit mehr als zehn Wagen und 500 Teilnehmern durch Wormersdorf. Musikkapellen, private Bürger- und Nachbarschaftsgruppen und Vereine mischten sich bunt.

Auf dem stolzesten Wagen, eine Burg darstellend, defilierte das Prinzenpaar Jürgen I. und Claudia I. samt Gefolge. Zum ersten Mal dabei war „cux und cuxie“, eine Schar um die Kinderprinzessin Johanna.

Der Name erinnert daran, dass diese in Cuxhaven geboren ist und seit 2010 im Wormersdorfer Neubaugebiet Brückenacker lebt. Sie wurde unterstützt von den Radprofis Christian Knees und Nikias Arndt.

Ebenfalls als Zug-Novizen sammelten sich gut 40 „Tomburg-Fighter“ unter dem blau-weißen Banner der Schalke- Fans. „So edel wie die Pfauen“ fühlte sich eine Frauengruppe, allesamt Jugendfreundinnen. In lodernd rot-orange-schwarzen Kostümen feierten die „Flammen des SV Wormersdorf“ ihr 40-jähriges Bestehen. „Die Flammen lodern immer noch“ lautete das Motto der Gymnastikgruppe.

Das Fanfarencorps der Landsknechte blies in teils glitzernden Fantasiekostümen mit Goldtressen, Barockperücken und Zylindern närrische Hymnen. Nicht verwechseln darf man die „Hunnen“ in ihrem gewohnt rustikalen Fell-Outfit und die Tomburg-Ritter, ebenfalls in mittelalterlichen Textilien. Die Band „Happy-Amigos“ präsentierte in mexikanischen Ponchos und mit Sombreros ein politisches Motto: „Auch wenn der Trump die Mauer baut, die Mexikaner sind schon da“. Zu den jüngsten gehörten Jules (3), Miroslava (4) und Fiona (5) von der Tanzgruppe „Fidele Burgfrauen“. Sie trugen ihre Gardeuniformen und jeder einen Beutel mit Süßigkeiten fürs närrische Volk.