Tollitäten

Eve I. regiert in Rheinbach

Die Rheinbacher Prinzengarde stellt ihre neue Majestät, Eve I.(Mitte, mit rotem Halstuch) vor.

RHEINBACH. Bei der Tollitätenvorstellung am Samstag im Vereinsheim der Prinzengarde bekannte die frisch gekürte Majestät Eve I., dass sie es nicht gewohnt sei, öffentlich Reden zu halten. "Bei der Angst, die ich habe, kann es aber nur gut werden", meinte sie.

Die Zahl Elf spielt im Leben von Evelyn Mros seit geraumer Zeit eine besondere Rolle. Es war der 11.11.2011, Punkt 11.11 Uhr, als sie sich als Bürgerin von Rheinbach anmeldete. Exakt ein Jahr später, am 11.11.2012, entschloss sie sich, als Prinzessin Eve I. die Jecken der Kernstadt Rheinbach durch die Session 2012/13 zu führen. Sie ist die erste Alleinregentin, früher gab es dort auch Dreigestirne.

Die Projektmanagerin für Außenwirtschaftsförderung stammt aus Thüringen. Von dort führte ihr Weg über Berlin nach Köln und Bonn. Natürlich wird die Regentschaft überwiegend aus dem "eigenen Portemonnaie" bestritten, wie der Literat und Sitzungspräsident der Prinzengarde, Reiner Faßbender, sagte.

Doch das schreckt Eve I. nicht: "Ich war schon in so vielen Ländern unterwegs, den Wunsch darf ich mir nach so vielen Jahren noch erfüllen."

100 bis 150 Termine warten bis zum Aschermittwoch auf sie. Schulen, Kindergärten, Altenheime, Behörden und die Vereine der umliegenden Ortschaften erwarten ihre Aufwartung. Wie sie das denn mit ihrem Beruf vereinbaren wolle, wurde sie gefragt. "Das weiß ich auch noch nicht, aber es geht. Mein Chef weiß schon Bescheid." Außerdem fühlt sie sich bei dem "tollen Team" der Prinzengarde "richtig gut umsorgt". Dazu gehören neben Faßbender die Adjutantinnen Kerstin Klier und Monika Becker, aber auch ehemalige Prinzessinnen wie Uschi Faßbender.

Zur Vorstellung hatten sich die Vertreter aller Kernstadtvereine eingefunden: der Festausschuss, die Schützenbruderschaft, das Tambourcorps, die Stadtsoldaten, das Karnevalskomitee Blau-Weiß und der "Närrische Schornbusch". Der erste Höhepunkt steht am 4. Januar mit der "Lachenden Stadthalle" bevor, zu der etwa "Köllefornia" oder der "Knallkopp" Dieter Röder kommen. Und für die Zeit danach kündigte Literat Faßbender an: "Nach Aschermittwoch erholt sich unsere Lieblichkeit bei den Vögelein am Titicaca-See."