Proklamation am 17. November

Neues Dreigestirn in Morenhoven stellt sich vor

Die neuen Tollitäten: (hinten v.l.) Jungfrau Erik Schäfer, Prinz Norbert Sauren, Bauer Bernie Kuchem. Die Adjutanten: (vorne v.l.) Martina Sühl, Ute Sauren, Addi Kuchem und Stefan Schmitz.

Die neuen Tollitäten: (hinten v.l.) Jungfrau Erik Schäfer, Prinz Norbert Sauren, Bauer Bernie Kuchem. Die Adjutanten: (vorne v.l.) Martina Sühl, Ute Sauren, Addi Kuchem und Stefan Schmitz.

Swisttal. Das künftige Morenhovener Dreigestirn hat sich bei der Geburtstagsfeier der Kreativschule vorgestellt. Norbert Sauren, Erik Schäfer und Bernie Kuchem sind die designierten Tollitäten.

Kleine Füße können große Spuren hinterlassen. Wie im Morenhovener Karneval, bei dem in den vergangenen Jahren grandiose Kindertollitäten den ganzen Ort in Stimmung brachten. Norbert Sauren, Erik Schäfer und Bernie Kuchem haben Hochachtung vor dieser Leistung, hoffen jedoch, als Erwachsenen-Dreigestirn da in der kommenden Session mithalten zu können.

Sauren, demnächst Prinz Norbert, bestätigt bei der Vorstellung, dass es „imposante Kinder“ gewesen seien. Sie hätten den Morenhovener Karneval praktisch gerettet. Aber unterdessen sei die Stimmung super, und da ist man gerne Prinz. Auch wenn die drei nüchtern sagen, sie hätten die Posten übernommen, „weil sie noch frei waren“. Wobei der Einsatz im Dorf weder überrascht noch wirklich auffällt. Sauren, Schäfer und Kuchem sind halt immer dabei, wenn irgendwo etwas zu tun ist. Für ihre Vorstellung haben sie das Familienfest der Kreativschule gewählt und mit der Karnevalgesellschaft Grill und Bierausschank übernommen. Nicht zu übersehen ist das Banner: „Hier bedient Sie das designierte Dreigestirn“. Auch neue Hemden mit rotem Rückendruck tragen sie, während sie Getränke verteilen oder Bratwürste wenden.

Wenn das Trio ab dem 17. November im Ornat auf der Bühne steht, wird das anders sein. Dann vertreten die drei auch die für Morenhoven typische Mischung aus Ureinwohnern – Bauer Bernie Kuchem „wurde hier geboren“ – und Zugezogenen in verschiedenen Generationen. Sauren kam mit seiner Familie 1994 ins Dorf und wurde rasch in Fußballmannschaften und Vereinen integriert. Inzwischen ist er Ortsausschussvorsitzender. Noch später, erst 2004, zog Jungfrau „Rieke“ Schäfer nach Morenhoven – aus dem damals völlig karnevalsfreiem Paderborn. Davon merkt man allerdings nichts mehr. Er sprang sogar vor einigen Jahren als Präsident ein, als es in der KG Schwierigkeiten gab, und hat dieses Amt bis heute inne.

Die ersten Weichen für die tollen Tage sind damit gestellt. Chefadjutant und Fahrer Stefan Schmitz weiß schon ohne Absprache, wann er Getränke nachliefern muss, die Ornate sind anprobiert, namhafte Bands wie die Cöllner und die Paveier zur Proklamation gebucht. Das Dreigestirn hat auch den Paderborner Narrenruf geübt, falls eine Abordnung des dort noch recht jungen Karnevals nach Morenhoven kommt. Sie wäre mit „Hasi, Hasi, Palau“ zu begrüßen.