Rosenmontag in Altendorf-Ersdorf

Süße Marienkäfer mischen sich unter Jecken

Meckenheim-Altendorf-Ersdorf. Die Narren haben beim Zug in Altendorf-Ersdorf den Klimawandel zum Thema gemacht. Bereits zum 70. Mal dabei waren die „Söße Möhne“.

Da hatten sich die heftigen Graupelschauer doch noch pünktlich zum Start des Zuges in Altendorf-Ersdorf verzogen, und die Jecken konnten, ohne nass zu werden, in einem Kamelle-Regen baden. Fußgruppen und Motivwagen mit rund 350 Teilnehmern aus ortseigenen Vereinen und Freundeskreisen wurden vom Meckenheimer Kinderprinzenpaar und zahlreichen Jecken begeistert empfangen.

Als Matrosen setzten die Karnevalsfründe Alersch ein Zeichen und waren mit einem Rettungsring der „Gorch Kapott“ und kleinen Paddelbooten unter dem Motto „Vom Wasser op de Strooß, Rheinmatrosen jon ze Fooß“ unterwegs. Auch bei der Gruppe „Ritas Welt“ stand der Klimawandel im Mittelpunkt. Sie bewegten sich als Marienkäfer durch die närrische Menge und machten auf die schützenswerte Tierart aufmerksam, indem sie kleine Schokoladenkäfer verteilten. Die Wanderfreunde zeigten sich als Mexikaner und brachten reichlich Wurfmaterial unter dem Motto „Kamelle Mauer statt Trump Mauer“ unter das Volk. Während die „Söße Möhne“ beim diesjährigen Zug einen stürmischen runden Geburtstag feierten: 70 Jahre Zugteilnahme.

Die nächste Generation stand bereits in den Startlöchern: Die jugendlichen Fußgruppen „Randale in Al-Ersch“ und „Luki Braun“ gaben ihr Zoch-Debüt. „Sonst ging es immer mit den Eltern bei den „Karnevalsfründen Alersch“ mit, in diesem Jahr machen wir etwas Eigenes“, freute sich Braun als Oberhaupt der zehnköpfigen Gruppe. Schließlich stellte das Männerballett „Dicke Föös“ traditionell mit Hebefiguren sein Können unter Beweis und manch einen der immer noch mobilen Teilnehmer zur großen Begeisterung der huldigenden Jecken am Straßenrand auf den Kopf.