Rosenmontagszug

Wormersdorf zeigt sich als Historien-Hochburg

Rheinbach-Wormersdorf. 17 Gruppen mit 400 Aktiven und zwei Musikgruppen gehen beim Rosenmontagszug in Wormersdorf mit. Zugezogene sorgen für neuen Schwung.

Die Narren aus den Neubaugebieten beleben den Wormersdorfer Karneval gleich mehrfach. Das bewies der Rosenmontagszug. Als „Vampire im Land der Liebe“ waren 15 Familien aus dem Brückenacker- und dem Wadenheimweg zum zweiten Mal dabei. Angeführt vom achtjährigen Paul, dessen Go-Kart das Motto „Wir beißen nicht, wir küssen nur“ schmückte.

Und bei den „Lück von der Beierwies“ deutete der Altersdurchschnitt auf Belebung in einem zweiten Sinn: „Wir sind sehr fruchtbar“, sagte einer der Narren in orientalischen Kostümen unter Hinweis auf die vielen Kinder auf dem „Wollywood“-Mottowagen.

Zum ersten Mal dabei war der Förderverein des Kindergartens St. Josef in Schneemann-Kostümen. Motto: „Wir sind zu cool für diese Welt“. Die Leiterin Stefanie Noll zur Begründung: „Weil wir Spaß daran haben und den Zug nicht nur von der einen Seite (der Zuschauer), sondern auch von der anderen erleben und auch mal Kamelle werfen wollten."

Helden, Schurken und Schalke-Fans

Zu sehen waren auch 14 Superhelden und Superbösewichter mit einem schwarzen Lastenfahrrad und der FC-Schalke-Fanclub mit einem blau-weißen Wagen. Gardemädchen im Alter zwischen acht und zwölf hatte der TV Rheinbach mit seiner Leiterin Frauke Beier aufgeboten.

Und dass Wormersdorf eine Historien-Hochburg ist, demonstrierten die Hunnen, die diesjahr ihr 25. Jubiläum feiern, und die Tomburg-Ritter, beide in historischen Gewändern. Die VCP-Pfadfinder wollten sich mit ihrem „Dschungel-Express“ gleich im ersten Jahr ihres Bestehens „ins Dorf einbringen“, wie Gruppenleiter Sebastian Ruland sagte.

Insgesamt zählte Martina Zavelberg-Pütz von der Zugleitung 17 Gruppen mit 400 Aktiven und zwei Musikgruppen.