Aufmarsch der Tollitäten in Bornheim

Begeisterung über Tanzgruppen beim Prinzentreffen

Das Männerballett Horrem tritt beim Prinzentreffen auf.

Das Männerballett Horrem tritt beim Prinzentreffen auf.

Bornheim. Die Tanzformationen haben die Tollitäten und Besucher beim 20. Bornheimer Prinzentreffen in der Kaiserhalle begeistert. Für eine Gruppe war die Bühne fast zu klein.

Beim Prinzentreffen der Karnevalsgesellschaft Bornheimer Stadtsoldaten Corps 1997 knubbelten sich fast alle „Hoheiten“ aus dem Vorgebirge und einige aus dem Köln/Bonner Raum. Für die Gastgeber war es in diesem Jahr eine besondere Veranstaltung, feiern sie in doch gleich ein doppeltes Jubiläum: 22 Jahre Stadtsoldaten Corps und 20 Jahre Tollitätentreff. Mit kräftigem Alaaf wurden Bornheims Tollitäten Klaus I und Astried I, Hanna I (Kinderprinzessin Sechtem), Jenny I (Roisdorf), Walberbergs Trio Prinz Gabi I, Jungfrau Karin, Bauer Renate, Volker I und Hildegard III (Merten), Monika I und Melina I (Hersel-Uedorf) und ihre Kollegen aus Witterschlick, Alfter, Buschdorf und Bad Godesberg in der Kaiserhalle begrüßt.

Im bunten Programm glänzten unter anderem das GKG Funkencorps aus Bad Godesberg, der TSC Waldorf und das Männerballett aus Horrem. Mit rund 24 Tänzern war die Bühne für die Bornheimer Formation Dance for Liberty fast zu klein. Staunend beobachteten die Zuschauer die akrobatischen Drehungen, Sprünge und die perfekt inszenierte Menschenpyramide.

KG mit Besucherzahl zufrieden

„Die Darbietungen waren einfach toll. Die Veranstalter haben sich solche Mühe gegeben. Umso beschämender finde ich es, dass nur so wenige Bornheimer, vor allem aus den Ortsteilen, hier sind, zumal der Tollitätentreff sonntags stattfindet und kostenfrei ist“, befand Günter Mäsgen. Der 78-Jährige könne so etwas gar nicht verstehen. Er selbst war 20 Jahre lang als Einzelkämpfer im Bornheimer Zug dabei, mit dem Besuch des Prinzentreffens möchte er das örtliche Brauchtum unterstützen. Dem stimmte Ingeburg Peters zu.

Seit Jahrzehnten dem Karneval verbunden – sie war früher Tanzmariechen bei der Witterschlicker Karnevalsgesellschaft Alpenrose und bereicherte mit ihren Kegelschwestern jahrzehntelang den Bornheimer Zug – bedauerte die 68-Jährige das mangelnde Interesse.

Hingegen zeigte sich KG-Gründungsmitglied Hans-Willi Vianden recht zufrieden mit der Anzahl der Besucher. „Wir hatten dieses Jahr Glück. An diesem Sonntag gab es weniger Veranstaltungen im Umfeld. Es waren mehr Leute da als 2018“.