Showtanz- und Männerballettabend des NCR „Blau-Gold“ Rheinbach

Beine hoch und „Marieche danz!“

Der NCR "Balu Gold" lud ein in die Stadthalle zum Showtanzfestival mit Männerballetts; hier ist allerdings die Damenformation de Knöddelsfööss der Prinzengarde Rot-Weiß Röttgen in Aktion.

Der NCR "Balu Gold" lud ein in die Stadthalle zum Showtanzfestival mit Männerballetts; hier ist allerdings die Damenformation de Knöddelsfööss der Prinzengarde Rot-Weiß Röttgen in Aktion.

Rheinbach. Einen schwungvollen Showtanz- und Männerballettabend präsentierte der NCR „Blau-Gold“ Rheinbach seinem Publikum in der Rheinbacher Stadthalle.

Ob strohblonde Holländerinnen mit Windmühlen-Häubchen oder rassige Flamenco-Tänzerinnen mit Fächer: Die Damen dieser Welt sind schon eine Reise wert, und so wechselte das Männerballett des NCR „Blau-Gold“ 1966 e. V. Rheinbach beim großen Showtanzfestival am Samstag in der Stadthalle diverse Ländergrenzen, Hits und Kostüme. Die wandelbaren Herren lauschten den „Glocken von Rom“, tanzten „Polka vom Rhing bis an die Wolga“ und heimsten „weiße Rosen aus Athen“ ebenso ein wie den frenetischen Applaus ihres heimischen Publikums.

Am schönsten ist es aber bekanntlich zu Hause, und so bejubelte das Männerballett zum Schluss „Kölle, du ming Stadt am Rhing“. Der Ausmarsch unter Geier Sturzflugs Mahnung „Besuchen Sie Europa, solange es noch steht“ ließ vor dem Hintergrund der Ereignisse in der Silvesternacht freilich auch eine hintergründig politische Komponente in den launigen Auftritt einfließen.

Männliche Unterstützung gab es an dem Abend beispielsweise von den Männerballetts „Dicke Föööss“ Altendorf-Ersdorf und von „Bodo und die Ballermänner“ aus Bonn-Röttgen. Die Prinzengarde Weiß-Rot Röttgen steuerte unter dem Dirigat des ersten Vorsitzenden Willi Juchem gleich vier Auftritte bei: Vor dem Männerballett zeigten die „Tanzmüüs“ akrobatische Leistungen, gefolgt von den mit Lichterketten ausgestatteten Matrosinnen der Formation „Knöddelsfööss“ und den grün schillernden „Teddys“. Ganz in vegetativem Grün hießen auch die „Wilden Funken“ aus Hilberath ihr Publikum willkommen – im Dschungel. Als schillernde Paradiesvögel in gelb-orange-roten Tutus eroberten die Minis der „Chaosfunken“ aus Hilberath mühelos alle Herzen in der sich stetig füllenden Stadthalle.

Als düstere Vampire und Fledermäuse beschwor die große Garde des ersten Lüftelberger Karnevalsclubs die Mitternacht unter Werwolf-Geheul. Die zwölfköpfige Formation hatte die Liebesgeschichte von Romeo und Julia ins Vampir-Milieu übertragen und dazu eine mitreißende Choreographie inszeniert. Durch den abwechslungsreichen und schmissigen Showtanz- und Männerballett-Abend führten NCR-Kommandant Dieter Bückmann und NCR-Geschäftsführer Matthias Ansperger.