Bornheimer Tollitäten feiertn närrisches Jubiläum

Beim Bornheimer Tollitätentreff erlebten mehr als 500 Gäste ein hochkarätiges Bühnenprogramm.

Bornheim-Hersel. Den Bornheimer Tollitäten und deren Vorgängern bot sich von der Bühne aus ein buntes Bild, als der gesamte Saal zur Musik der Snowbirds schunkelte. Vor einem Jahr stritten die Politiker noch um den städtischen Zuschuss für den Bornheimer Tollitätentreff in der Bornheimer Rheinhalle.

Am Dienstag freuten sich mehr als 500 Gäste in der Halle, die Prinzen, Prinzessinnen und Dreigestirne aus dem Bornheimer Stadtgebiet sowie die Vorjahrestollitäten, die den Elferrat bildeten, über ein abwechslungsreiches Programm. "Wir feiern ein närrisches Jubiläum", begrüßte der Bornheimer Bürgermeister Wolfgang Henseler die Jecken. Seit vier mal elf Jahren gibt es nun den Bornheimer Tollitätentreff.

Mit einem Klatschmarsch hießen die Bornheimer Narren den Elferrat mit den Vorjahres-Tollitäten und Wolfgang Raschke vom Duo "Strunz un Büggel" als Sitzungspräsidenten an der Spitze willkommen, bevor die amtierenden Tollitäten in den Saal einzogen und sich feiern ließen: das Mertener Dreigestirn Prinz Frank I., Bauer Frank und Jungfrau Maja, die Prinzessin von Hemmerich und Rösberg, Elke I., das Bornheimer Prinzenpaar Prinz Mike I. und Prinzessin Susi I., der Herseler Prinz Rolf I., die Roisdorfer Prinzessin Brigitte I. sowie das Waldorfer Kinderprinzenpaar Prinz Sam I. und Prinzessin Michaela II. nahmen auf ihren Plätzen auf der Bühne Platz, um den Abend zu genießen.

Zum allerersten Mal traten zu Ehren der Bornheimer Regenten die Tänzerinnen der Bornheimer Tanzkooperation auf und warfen ihre Beine in die Luft. Vor einem Jahr haben sich die besten Tänzerinnen der Vorgebirgssterne aus Roisdorf, der TSC Rot-Weiß Waldorf und von der Karnevalsgesellschaft Blau-Gold Widdig zu der Tanzkooperation zusammengeschlossen. Die Lufthoheit über die Halle eroberten "De Höppemötzjer" aus Köln.

Die Jungs der Gruppe stemmten die Mädchen nicht nur in die Höhe, sondern katapultierten sie auch bis unter die Hallendecke. Die Mädchen wirbelten im Salto durch die Luft oder zeigten einen Spagat in der Höhe, so dass den Gästen der Atem stockte. Ein dickes Kompliment erhielt die Saalkapelle Snowbird, die die Medleys für die Tanzgruppe live spielte vom Sitzungspräsidenten Raschke. "Das trauen sich die Tänzer nur bei ganz wenigen Bands", sagte er, denn bei den spektakulären Tänzen muss jeder Takt sitzen.

Über die immer strengeren Gesetze beklagte sich "Ne Kölsche Schutzmann". "Heute brauche ich ja einen Durchsuchungsbeschluss, um am Adventskalender ein Türchen zu öffnen", berichtete der Kölner Büttenredner aus seinem Berufsalltag. Dem Kölner Kardinal Meisner empfahl er, das Abendmahl auf Rievkooche umzustellen, dann wäre jedes Hochamt ausverkauft.

"Eimol Prinz zo sin" - die Tollitätenhymne durfte natürlich nicht fehlen beim Auftritt von Wicky Junggeburth, der das Lied als Kölner Karnevalsprinz 1993 sang. "De Huusmeister vom Bundesdaach" brachten den Saal "met dem neuesten Verzäll us Berlin" zum Lachen, bevor die Garde des Reiterkorps Jan von Werth mit ihren Tänzen begeisterte.

Quasi ein Heimspiel hatten die "3 Colonias" mit dem Bornheimer Willi Wilden, die genauso für Stimmung sorgten wie "de Botzedresse" mit ihren Potpourris aus Hits der Black Föös, Höhner und Schürzenjäger. Zum Abschluss brachte die Brass- und Marchingband Querbeat das Publikum mit Sambarhythmen und Karnevalshits zum Kochen.