Ein doppeltes Jubiläum

Ein weibliches Dreigestirn fürs Vorgebirge

Proklamiert wurden Jungfrau Karin I. (Boos), Prinz Gaby I. (Porschen) und Bauer Renate I. (Kutz) als erstes weibliches Dreigestirn von Walberberg.

Proklamiert wurden Jungfrau Karin I. (Boos), Prinz Gaby I. (Porschen) und Bauer Renate I. (Kutz) als erstes weibliches Dreigestirn von Walberberg.

Bornheim-Walberberg. Es ist eine Besonderheit nicht nur im Vorgebirge, sondern im gesamten Rheinland: Zehn Jahre nach der Regentschaft ihrer Partner stellen Prinz Gaby I. (Porschen), Bauer Renate I. (Kutz) und Jungfrau Karin I. (Boos) das Dreigestirn von Walberberg - und damit das erste weibliche.

Walberbergs neues Dreigestirn schreibt Karnevalsgeschichte – und zwar in doppelter Hinsicht. Denn mit Prinz Gaby I. (Porschen), Bauer Renate I. (Kutz) und Jungfrau Karin I. (Boos) regiert zum ersten Mal ein rein weibliches Trio die Narren des Ortes. Außerdem treten die Närrinnen genau zehn Jahren nach der jecken Herrschaft ihrer Partner Peter Porschen, Herbert Kutz und Hans-Herbert Kübbeler als Regenten in deren Fußstapfen.

„Es ist das erste Mal in Walberberg und bestimmt auch im Rheinland, dass drei Frauen nach zehn Jahren die Nachfolge ihrer Männer antreten“, sagt Bürgermeister Wolfgang Henseler. Die Proklamation wollten sich viele Walberberger daher nicht entgehen lassen. Gut besucht war das Landhaus Wieler, als die künftigen Obernarren mit ihrem Gefolge einmarschierten. Prinz, Bauer und Jungfrau bilden eine eingeschworene Gemeinschaft, sind sie doch seit Jahren miteinander befreundet. Gemeinsam kegeln sie mit ihren Männern im Kegelclub.

„Im zehnten Jahr nach dem Dreigestirn unserer Männer wollten wir unbedingt etwas auf die Beine stellen“, sagte Gaby I., die vor zwei Jahren mit der Umsetzung begann. Die 59-jährige Friseurin ist zweifache Mutter und dreifache Großmutter und im Dorf eine bekannte Größe. Als Mutter zweier Töchter ist Renate I. (44) als pharmazeutisch-technische Angestellter tätig und als ehrenamtliche Betreuerin bei der Kinderfeuerwehr aktiv. Karin I. (54) ist Mutter eines Sohnes und arbeitet als Friseurmeisterin in Wesseling.

Alle drei Damen feiern gerne, was sich auch in ihrem Motto widerspiegelt. Mit „Fiere, danze, laache – Rosemondaach losse mier 
et kraache“ wollen die Regentinnen den Jecken von Walberberg 
eine unvergessliche Session bieten. Beste Stimmung hatten sie schon bei der Proklamationssitzung unter der Moderation von Stefan Offermann, dem Vorsitzenden der Vereinsgemeinschaft Walberberg.