Jecke Sitzung der Bornheimer Europaschule

Heimspiel für die Prinzessin

Alina I. aus Waldorf versorgt die Europaschüler mit Kamelle.

Alina I. aus Waldorf versorgt die Europaschüler mit Kamelle.

Bornheim. Großkatzen, Clowns und so mancher Sträfling bevölkerten am Dienstagabend die Aula der Europaschule.

Denn die Karnevalssitzung der Bornheimer Gesamtschule lockte auch in diesem Jahr nicht nur zahlreiche Schüler, Lehrer und Ehemalige in fantasievollen Kostümen in die "heiligen Hallen" an der Goethestraße, auch die Eltern begeisterten sich an der wieder einmal bestens vorbereiteten Sitzung.

Schon das Motto hatte sich das Organisationsteam um Daniela Schulz gut überlegt. Denn "30 Johr und Brandtneu" spielte nicht nur auf das diesjährige Jubiläum - die Schule wurde 1989 gegründet -, sondern auch auf den neuen Schulleiter Eike Brandt an.

Und Brandt als Sträfling saß mit seinem Amtsvorgänger Christoph Becker in der ersten Reihe und verfolgte das Geschehen auf der Bühne mit Argusaugen.

Und da gab es  Abwechslung zu bestaunen. Durchs Programm führten souverän und witzig die Siebtklässler Paul Thönnissen, Eva Juliarde und Jan Mobers, die auch den schuleigenen Orden überreichten und jede Menge Bützchen verteilten.

Den erhielten als Erste "für eine tolle Leistung" Mia, Sophie und Marlene aus der fünften Jahrgangsstufe, die mit dem Paveier-Song "Leev Marie" die Rolle des Eisbrechers bravourös erfüllten. Aber auch die Schüler der Parallelklasse erhielten so manchen Lacher bei ihrer Parodie eines Lufthansa-Fluges.

Denn es zeigte sich, dass brennende Seitenflügel nicht unbedingt für Panik sorgen müssen. "Wir können immer noch gleiten", sagte der Co-Pilot. Eher beunruhigte der allmählich ausgehende Kaffee.

Für Waldorfs Kinderprinzessin Alina I. war es ein Heimspiel. Selbst Europaschülerin, fühlte sich die junge Tollität im Rampenlicht auch sogleich zu Hause. Sie hatte bei ihrem Besuch nicht nur ihr Gefolge, sondern auch die Tanzgarden des TSC Rot-Weiß Waldorf mitgebracht, die mit ihrer Choreografie beim Publikum für Bewunderung sorgten.

Dass Rechnen nicht jedermanns Sache ist, erlebten die  Zuschauer beim Sketch von Sechstklässlern.

Während vor der Pause Schüler der Unterstufe glänzten, präsentierten im zweiten Block Lehrer und Referendare ihr Können. So konnte sich das Hüften schwingende Männerballett mit Ausfallschritten und gekonnten Drehungen neue Fans sichern.

Die männlichen Allüren nahmen hingegen die Lehrerinnen - unter ihnen Daniela Schulz - gekonnt auf die Schippe. Kein Wunder, dass sich das Publikum bestens amüsierte.