Sitzung in Meckenheim

Jecken feiern in der Jungholzhalle

Allein 100 Uniformierte tummeln sich beim Auftritt des Stadtsoldaten-Corps 1868 Meckenheim auf der Bühne der Jungholzhalle.

Allein 100 Uniformierte tummeln sich beim Auftritt des Stadtsoldaten-Corps 1868 Meckenheim auf der Bühne der Jungholzhalle.

Meckenheim. Tolles Programm bei der Sitzung der Stadtsoldaten: Rund 560 Narren sind in der Meckenheimer Jungholzhalle mit dabei.

Zahlreiche Bühnenattraktionen und eine tolle Stimmung: von der ersten Minute an war die „Große Sitzungsrevue“ des Stadtsoldaten-Corps 1868 Meckenheim in der mit 560 verkauften Karten bestens gefüllten Jungholzhalle ein voller Erfolg. Kommandant und Sitzungspräsident Peter Klee zeigte sich mehr als zufrieden. Lob zollte er in seiner Begrüßung den „anderen Vereinen“ Meckenheims, die bei der Jubiläumsfeier im vergangenen Mai alle dabei gewesen waren.

Ein beeindruckendes Bild boten schon eingangs die rund 100 uniformierten Stadtsoldaten, die nach dem Einmarsch die Bühne nahezu vollumfänglich füllten, bevor die Meckenheimer dann den „De Botzedresse“ Platz machten. Und die Jungs aus dem Brohltal, die in diesem Jahr auf ihrer Abschiedstournee durch die Säle der Karnevalisten tingeln, heizten den bunt kostümierten Narren mit bekannten und auch weniger bekannten närrischen Ohrwürmern kräftig ein. Das Publikum sang denn auch aus Leibeskräften mit, hier und da wurde auch geschunkelt. „Wir sind froh, sie noch einmal hier zu haben“, dankte Klee den Musikern, die in der Vergangenheit schon häufiger bei den Stadtsoldaten für Stimmung gesorgt haben.

Mit stehenden Ovationen wurde dann das Kinderprinzenpaar Julian I. (Stangl) und Lena I. (Wrobel) begrüßt. Und die beiden jungen Tollitäten fühlten sich auf der Bühne gleich wie zu Hause, als sie ihr Sessionslied souverän zum Besten gaben. Beide versprachen „allen viel Freud zu bereiten“ – ein Ansinnen, das sie am Samstag schon einmal in die Tat umsetzten. Und sie griffen erneut zum Mikro, um gemeinsam mit Peter Klee die Feierlaune der „Meckemer“ zu besingen – eine gesangliche Einlage, die das Publikum mit begeistertem Applaus quittierte.

Als „Eisbrecher“ bei den Büttenrednern fungierte der Kölner Christian Pape, der mit Vergleichen zwischen früher und heute jede Menge Lacher erzielte. Ob sich samstags die ganze Familie für die Kulenkampff-Show frisch machte oder Omas Spitzendeckchen den Röhrenfernseher zierte – viele Zuhörer kannten diese Zeiten noch aus eigenem Erleben. Dann hieß es „Mariechen danz“ – und die Schautanzgruppe der Stadtsoldaten wirbelte so flink über die Bühne, dass die Schrittfolgen kaum zu erkennen waren. Auch die Choreografie der Kölsch-Büllesbacher „Grün-Weißen Funken aus Zippchen“, das Zwiegespräch zwischen Gérard und seinen Puppen Emilio und Richy sowie die bekannte Kölner Band „Pläsier“ und der Musikververein Waldorf unterhielten ihr Publikum mit ihren professionellen Darbietungen in Wort und Musik bestens.