Zug in Morenhoven

Qietschgelbe Wesen im siebten Himmel

Kamelle!

Kamelle!

Morenhoven. Der Junggesellenverein lässt guten Käse zum 170 Geburtstag reifen. Die Feuerwehr sorgte für leckere Erbsensuppe.

Swisttal-Morenhoven. Wer gern Jagd auf Pokémons macht, war beim Morenhovener Zoch im siebten Himmel, tummelten sich die quietschgelben Wesen in der Formation des SV Swisttal doch in Hülle und Fülle und zum Greifen nah auf der Straße. Ein dunkleres Gelb ließ das Motto des Junggesellenvereins Morenhoven assoziieren: „Guter Käse muss reifen“, hatten sich die staatsen Kerle angesichts ihres 170. Geburtstags auf die Fahnen geschrieben – und sich dementsprechend als Holländer und Holländerinnen mit Windmühle ausstaffiert.

Auf eine noch längere Tradition spielte der Stammtisch Römerhelm an: Die Herren hatten sich als Cäsaren mit güldenen Lorbeerkränzen und weißen Tuniken herausgeputzt. Stilecht römisch war auch ihre Fußbekleidung: Sie trugen preisverdächtige „Barfuß-Puschen“ mit schwarzen Fußnägeln überm Schuhwerk.

Die „Määähssdiener“ trabten als brave weiße Schafherde – unterwandert allerdings von einem schwarzen Exemplar. In prächtigen Sonnenuntergangsfarben leuchtete der Safari-Wagen des Damenkomitees „Rotkehlchen op Jöck“ mit Leopardinnen und Giraffen an Bord. Der Prunkwagen der KG Morenhoven 2003 wogte als „Sea Life“ durch die Menge – mit dem Kinder-Dreigestirn Prinz Daniel, Bauer Linus und Jungfrau Felicitas an Deck.

Da passte das Zug-Motto „Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer och vun de Söck“, dem auch das „Dance-Team“ ganz in Herzensrot und mit viel „Fastelovend em Blot“ huldigte. Unter dem Motto „De Zupp kütt“ teilte die Feuerwehr wieder Erbsensuppe aus. Live-Musik machten die Fanfarencorps der KG Rot-Weiß Adenau und von Essig-Odendorf-Swisttal.