Zum Start in die Session

Uniformappell in Meckenheim

Meckenheim. Traditionell mit guter Laune und Engagement traten die Stadtsoldaten in Meckenheim am Samstagabend zum Uniformappell an. Der Spieß inspizierte die Truppe.

Damentanzgruppe, Reservisten und sonstige Uniformierte, der Elferrat, die Soldaten und der Musikzug präsentierten ihre Uniformen unter den wachsamen Augen des Spieß' Stefan Hammerschlag. Er inspizierte Hüte, Bändchen, Taschen und weitere prägende Teile der Uniform zum Start der vielfältigen Saisonauftritte der Stadtsoldaten. Dazu gehörte auch das Outfit von Marie, dem selbstredend ebenfalls uniformierten Maskottchen der Damentanzgruppe, das bei jedem Auftritt dabei ist.

Kommandant Peter Klee ehrte Gabriele und Hans-Joachim Stiebitz für 25 Jahre Mitarbeit im Vorstand des Prinzenclubs Meckenheim. Kinderprinzessin Lena I. verlieh beiden die verdienten Orden und dankte den Stadtsoldaten für die Unterstützung bei der Proklamation am Nachmittag. Mit Kinderprinz Julian I. wird sie unter dem Motto „Endlich zu zweit in der Meckenheimer Jeckenzeit“ die Apfelstadt regieren.

Da die Mieler Jecken seit Langem Nachwuchssorgen vor allem aufgrund mangelnden Zuzugs junger Familien haben, freute sich Dominik Schweminski, Präsident der Karnevals-Gesellschaft „Mat Mött Miel“, dass nun erstmals nach über zehn Jahren wieder ein Kinderprinzenpaar proklamiert werden konnte. „Dass ich das nun in der dritten Session meiner Präsidentschaft erlebe, ist einfach toll“, so der Vorsitzende. Nicht nur Prinz Max I. (Jokisch), sondern auch Prinzessin Fiona I. (Imsande) haben karnevalistische Wurzeln. Die Eltern des elfjährigen Kinderprinzen, der die 5. Klasse der Georg-von-Boeselager Sekundarschule besucht, sind als Mitglied des Elferrats respektive des Damenkomitees im Karneval aktiv. Bei Fiona (10) ist die gesamte Familie karnevalistisch engagiert. Nicht nur die Großeltern, sondern auch die Tanten der Schülerin am Gymnasium Rheinbach waren als Tollitäten und in verschiedenen Gremien im Karneval unterwegs. Ihre Hobbys, das Reiten und den Motorsport, verbinden die beiden Kinder in ihrem Sessionsmotto: „Mit Pferdestärken durch das Land, wir zwei sind außer Rand und Band“.

Tanzgarden drückten sich durch die Zuschauer

Eine ganz besondere Session eröffneten die Karnevalsfreunde Merzbach/Neukirchen. Seit 1994, und damit seit genau einem Vierteljahrhundert, organisieren sie die jecke Zeit in der Sürsch. So eine Leistung ist natürlich nicht möglich ohne Freunde, Unterstützer oder treue Mitglieder. Beim Sessionsauftakt und Ordensfest im Merzbacher Hof freute sich Präsident Jürgen Schöneweiß, für jeweils zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft eine Ehrenurkunde an Anna Düx, Gina Herde sowie an Monika und Kalle Kerstholt überreichen zu können. Passend zum Anlass stellten die Karnevalsfreunde ihren Jubiläumsorden vor: ein eleganter, silberner Kranz mit Strass, Jahreszahlen und dem Vereinsnamen auf blauem Grund. Dann wirbelten die Tanzgarden, in denen 18 junge Mädchen die Zukunft der Karnevalsfreunde repräsentieren, durch die Gaststätte. Es sei einfach das Schönste, „dass so ein kleiner Verein in einem Dorf 25 Jahre über existieren kann“, betonte Pressewart Thomas Böttcher. In den kommenden Monaten wird das noch ausführlicher gefeiert.

Wie haben die Odendorfer auf diesen Moment gewartet. Nach fünf Jahren hat der Ort endlich wieder ein Prinzenpaar, und das wurde direkt zum Sessionsauftakt am Samstagabend proklamiert. Wobei der neue Prinz Christoph I. (Knappe) einen Rekord aufstellte: Fast zehn Minuten brauchte er, um durch den Saal bis zur Bühne zu gelangen. So viele jubelnde Jecken mussten mit Bützchen oder Umarmung begrüßt werden. Es war der sehenswerte „Aufstieg eines Autoverkäufers aus dem bescheidenen Heimerzheim zum Prinzen von Odendorf“, wie es Schultheiß Jörg Freyer formulierte. Dann übernahmen Prinz Christoph I. und seine Prinzessin und Ehefrau, Ricarda I., Schlüssel, Kette und Zepter. Für ihn, einen Jungen aus Niedersachsen und sonst als Präsident der Karnevalsgesellschaft Odendorf unterwegs, wurde damit ein Märchen wahr. Und zwar eines, dass er seinem närrischen Volk auf seine ganz eigene humorvolle Weise direkt erzählte. Getreu dem Motto: „Feiern wie jedes Jahr, endlich wieder mit Prinzenpaar“ ging es dann im Dorfsaal rund. Neben den drei Tanzgarden der KG standen unter anderem die Dancing Cheers und sogar Überraschungsgäste aus Hamburg auf der Bühne.

Aula der Schule war voll besetzt

Unter dem Motto „Endlich zu zweit, in der Meckemer Jeckenzeit“ proklamierte Vizebürgermeisterin Heidi Wiens am vergangenen Samstag das neue Kinderprinzenpaar der Session 2018/2019. Julian I. (Stangl) und seine Prinzessin Lena I. (Wrobel) begeisterten bereits beim Einmarsch mit viel Kamelle die bunt kostümierte Narrenschar in der voll besetzten Aula der evangelischen Grundschule. Alles, was in Meckenheim und in den Vereinen der Stadt Rang und Namen hat, wollte unbedingt gratulieren . Beide sind Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) und tief im Vereinswesen verwurzelt.

Das spiegelte sich auch in der närrischen Regierungserklärung, denn das KAG muss eine Schulparty organisieren, wo Schüler und Eltern verkleidet sind, und die Feuerwehr muss die Absicherung des Prinzenwagens vornehmen. Als Hofburg wurde das Lokal „Fässchen“ erwählt, wo der Wirt die Aufgabe hat, eine neue Schnitzelvariation zu entwickeln. Mit Pommes, Sauce Bernaise und Keksen, ganz nach dem Geschmack des neuen Prinzenpaares.