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Bei der Gemeinschaftssitzung kommt keiner zu kurz

Küzengarde und "Me brängen et fädig" feiern in der CJD-Aula in Königswinter - Gedenken an Ottmar Rinschede

Müde Karnevalisten: Die  Alten Kameraden  aus Oberkassel täuschen Müdigkeit vor.Königswinter. (duh) Dass Karneval nur Spaß macht, wenn man mit anderen feiert, wird den Jecken bereits mit in die Wiege gelegt.

Das Mariechen der Eitorfer Turmgarde in der CJD-Aula ist nicht klein zu kriegen. Gut besucht: Über eine zu geringe Resonanz können sich die Dollendorfer Karnevalisten auch in diesem Jahr bei ihrer Gemeinschaftssitzung nicht beklagen.
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Zum dritten Mal hielten sich auch die Karnevalsgesellschaften "Me brängen et fädig" aus Niederdollendorf und die Küzengarde aus Oberdollendorf an diese Lebensweisheit und veranstalteten in der Aula der Jugenddorf-Christophorusschule ihre Gemeinschaftssitzung.

Das unbeschwerte Feiern fiel dabei sicherlich vielen schwer, wie auch Sitzungspräsident Fritz Wenzel von der Küzengarde in seiner Einleitung zugab: "Wie Ihr seht, stehe ich heute allein als Präsident hier oben, denn am Donnerstag mussten wir leider den Ottmar zu Grabe tragen."

Ottmar Rinschede, Vorsitzender und Präsident der KG "Me brängen et fädig", war eine Woche vor der Sitzung überraschend verstorben. Die Veranstaltung deshalb abzusagen, kam für die Gesellschaften nicht in Frage, wie Rainer vorn Hüls, Literat der Niederdollendorfer KG, klar stellt: "Es wäre sicherlich im Sinne von Ottmar, der am Elften im Elften geboren wurde, wenn wir heute feiern."

Stattdessen wollten die Karnevalisten dem Verstorbenen mit einem gelungenen Abend zeigen, dass sie in Gedanken bei ihm sind. Das Publikum gedachte seiner mit lang anhaltendem Applaus.

Im Verlauf des Abends sollte sich die Stimmung dann als gewohnt jeck erweisen. Vorn Hüls zeigte sich zufrieden mit dem Kartenverkauf in der gut besuchten Aula, auch wenn diese nicht so voll war, wie es bei den großen Sitzungen der Königswinterer Gesellschaften der Fall ist.

Dennoch hat sich die Kooperation beider KGs, die allein nicht so viele Besucher locken würden, gelohnt. Einige Narren schossen mit den in Mode gekommenen Spaghetti aus der Sprühdose um sich und hatten dabei sichtlich Spaß.

Den hatten die Besucher auch mit Musikgruppen wie den "Kribbelköpp" und den "Bönnsche", dem Siebengebirgsprinzenpaar Dieter I. und Marion I., Büttenrednern wie "De bonte Pitter" und dem Beueler Stadtsoldaten-Corps "Rot-Blau 1936", das in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert.

Die Beueler hatten den Elferrat gleich zu Beginn beim Einmarsch begleitet, was diesen jedoch nicht daran hinderte, nach der Pause noch mal in neuer Besetzung einzuziehen. Während vor der Pause sechs Mitglieder der Küzengarde im Elferrat saßen und nur fünf von "Me brängen et fädig", war das Verhältnis im zweiten Teil der Sitzung umgekehrt. Bei einer Gemeinschaftssitzung soll eben keiner zu kurz kommen.

Artikel vom 12.02.2006
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