Narren stürmen die Oberbreisiger Sängerhalle

Narren stürmen die Oberbreisiger Sängerhalle

Peter Jochen Degen präsentiert lokale und überregionale Größen - Der Sängerbund unter dem Dirigat von Werner Lohner zeigt als Eisbrecher auf der Bühne Qualität

Bad Breisig. (wtz) Narren kennen keine Schonzeit. Egal ob Wochenende oder mitten in der Woche drin, wenn es eine Karnevalssitzung zu besuchen gilt, hält es die Jecken nicht mehr in den eigenen vier Wänden. So auch am Donnerstagabend, als sich die Oberbreisiger Sängerhalle, Heimat des Sängerbundes, in eine Narrhalla verwandelte.

Hintergrund des Termins mitten in der Woche: SWR-4 nahm dort eine Folge der Hörfunkreihe "Wir bei Euch" zum Thema Karneval in den verschiedenen Regionen auf. Der Sängerbund um Toni Kraus hatten im Vorfeld ganze Arbeit geleistet und präsentierte die Sängerhalle im festlichen Gewand. Und 250 Narren freuten sich auf einen stimmungsvollen Abend.

Moderator Peter Jochen Degen präsentierte einen bunten Mix aus heimischen Künstlern und überregional bekannten Gruppen. Und für die Breisiger Karnevalisten stieg einmal mehr Korst "Fuzzy" Dreesbach in die Bütt.

Die Eröffnung der Sitzung lag jedoch in den musikalischen Händen der Sänger des gastgebenden Chores aus Oberbreisig. Chorleiter Werner Lohner, der den Chor seit nunmehr 40 Jahren führt, bewies mit der unterhaltsamen Titelauswahl, dass auch mit Gesang das Eis gebrochen werden kann.

Der "Big Band Koblenz-Westerwald", einem 30 köpfigen Orchester unter der Leitung von Günther Seeliger, oblag es dann, die Überleitung zwischen den einzelnen Programmpunkten zu übernehmen. Mit den "Steewer Bachwätz", einer westerwälder Musikgruppe, die auch unter dem Namen "Daylight" bekannt ist, standen dann die ersten Gäste auf der Bühne. Die fünf Vollblutmusiker brachten mit der internationalen Variante von "In München steht ein Hofbräuhaus" die erste Schunkelwelle in den Saal.

"Alles macht uns derzeit krank, nur Lachen ist gesund", berichtete "Fuzzy" in der Bütt. Dass er diese Weisheit beherzigt und als beste Medizin ansieht, bewies Horst Dreesbach durch die verbalen "Seitenhiebe", die er in Richtung Waldorf und Franken austeilte. Aber auch die "Freundschaft" zwischen Nieder- und Oberbreisig bot Munition für Lachsalven.

Mit der Frage nach dem besten Geschenk für einen Beamten, nämlich einem Bewegungsmelder, zog Peter Jochen Degen mit "Fuzzy" gleich, bevor mit den "Botzeträjer" die nächste Musikgruppe die Bühne stürmte. Die Lieder der großen Kölner Stimmungs-Gruppen haben es den sieben Musikern besonders angetan.

Aber auch für eigene Kompositionen erhielten die Profis viel Beifall. Das vollegepackte Programm reichte bis spät in den Abend hinein und bildet die Grundlage für die SWR-4 Sendung am Montag, 10. Februar, zwischen 22.15 und 24 Uhr.