Ganz Kripp feiert im Zug mit: Sonnenstrahlen für den Strohbär

Ganz Kripp feiert im Zug mit : Sonnenstrahlen für den Strohbär

Großer Andrang herrschte beim traditionellen, 16 Nummern umfassenden Karnevalszug im Fährort Kripp.

Teufelchen, Cowboys und Indianer säumten die Straßen von Kripp. Doch Dreizack, Pfeil, Bogen und Revolver waren komplett harmlos. Das bunte Treiben hat nämlich einen anderen Grund: das Strohbärentreiben im Treidelort, mit dem zugleich zünftig Karneval gefeiert und der Winter ordentlich ausgetrieben wird. Das jüngste Mitglied des Junggesellenvereins (JGV), Tobias Gadsch, wurde von Treiber Christian Laux in einem Ganzkörper-Strohkostüm durch die Straßen geführt. Es schloss sich ein 16 Nummern umfassender Karnevalszug an, der für die Freunde von Strüßjer und Kamelle keinen Wunsch offenließ.

Und auch Petrus schickte den einen oder anderen Sonnenstrahl an den Rhein. Das Tambourcorps Oberwinter in Lappenkostümen machte dem Strohbär musikalisch Beine und die Hafengarde, ebenfalls aus Oberwinter, verbreitete gute Laune mit ihren Tanzeinlagen. Mit dem Motto und Anspruch „Die wildesten Jecken vom Kreis, das sind unsere Bambinis in Rot-Weiß“ traten die Jüngsten des SV Kripp in ihren Trikots auf und sollten nicht enttäuschen. Dann hieß es die Augen gen Himmel zu richten.

Als erster Wagen des Zugs fuhr die Erste Mannschaft des SV unter dem Motto „Fußball“ durch die Straßen. Unter den Sprüngen ihrer ausgelassenen Freude hüpfte der Wagen mehr über den Asphalt als dass er fuhr. Jüppi Dreiling sorgte dann wieder für Entspannung mit seinem gekonnten Fahnenschwenken, bevor die Stadtsoldaten der KG „Närrische Buben“ aus Sinzig dem nächsten Wagen den Weg ebneten. Braune Kostüme, Zahnräder und Rohre schmückten den im Steampunk-Stil gestalteten Wagen der „Kripper Vagabunden“. Als Quallen und Meerjungfrauen verkleidet folgten „De Kripper Wiever“. Kostümiert wie „Kölner Musketiere“ eroberten die Magic Dancers die Herzen der Jecken.

In einheitlichen weißen Kapuzenpullovern verkleidet, trieben die „Stallburschen“ auf ihrem Wagen das Holzpferd durch die Straßen Kripps. Die in dunkles Violett gekleideten „Remagener Engelchen“ machten mit ihrem Motto Lust auf den Schluss des Zuges, der jedoch noch auf sich warten ließ. Zuerst grüßten die „Wasserturmmöhne“ mit lautem Alaaf und der veranstaltende JGV um seinen König Lukas Boes verbreitete Oktoberfeststimmung. Hinter den Weißjacken des SV, den Stadtsoldaten und der Prinzengarde ragte der letzte Wagen in die Höhe: das Mädchendreigestirn. Ihre Untertanen versorgten Prinz Larissa I. (Laux), Jungfrau Lara I. (Lanser) und Bauer Laura I. (Spors) reichlich, so dass sich alle zufrieden auf den Weg zum Festzelt machen konnten, wo der Zug sein umjubeltes Ende fand, das Feiern aber weiter ging.