Godesberg zeigt sein „Bönnsches Hätz“: Närrische Sitzung für krebskranke Kinder in Bad Godesberg

Godesberg zeigt sein „Bönnsches Hätz“ : Närrische Sitzung für krebskranke Kinder in Bad Godesberg

Mehr als 800 Jecke feiern bei der Benefizgala des Vereins „Dat Bönnsche Hätz“. Schon zu Beginn sorgt das Kölner Dreigestirn für stehende Ovationen und minutenlangen Applaus.

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die am Sonntag fortgeschrieben wurde. Mehr als 80 000 Euro haben die Mitglieder des Vereins „Dat Bönnsche Hätz“ in den vergangenen Jahren zusammengetragen, so auch bei der diesjährigen närrischen Benefizsitzung in der Stadthalle. Die eingenommenen Gelder, Spenden und Eintrittsgelder aus verschiedenen Benefizveranstaltungen haben sie dann ohne Abzüge an den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn weitergereicht.

So trugen und tragen sie auch zum aktuellen Familienhaus-Projekt des Förderkreises neben der Bonner Frauenklinik bei. Kein Wunder also, dass Vereinsvorsitzender Reiner Fritz auch nach der inzwischen 8. Benefizgala in der Stadthalle Bad Godesberg am Sonntag sehr zufrieden war. Die stand übrigens unter der Schirmherrschaft von Joachim Stamp, seines Zeichens stellvertretender NRW-Ministerpräsident.

„Wir bedanken uns bei allen, die unser großes soziales Projekt unterstützen“, sagten die drei Moderatoren Reiner Fritz, Karlheinz Bastian und Kim Messinger, bevor Akteure, Künstler und Tanzgruppen zugunsten des Förderkreises auf die Bühne traten – ohne Gage. Ein Höhepunkt erwartete das närrische Publikum direkt zu Anfang: Das Kölner Dreigestirn kam samt Prinzengarde und Prinzengarde-Fanfarenzug vorbei und sorgte sofort für stehende Ovationen und minutenlangen Beifall.

So auch bei Lutz Hennemann, seit 35 Jahren Vorsitzender des Förderkreises und damals Mitbegründer der Selbsthilfegruppe von und für Eltern krebskranker Kinder. Er stand gemeinsam mit dem Bad Godesberger Bezirksbürgermeister Christoph Jansen an der Bühne und war „richtig stolz, was Reiner Fritz und seiner Crew mit dem Dreigestirn-Besuch gelungen war“. Die drei Kölner Spitzenkarnevalisten – Prinz Christian, Bauer Frank und ihre Lieblichkeit, Jungfrau Fried – erlebten ihren Benefizauftritt vor mehr als 800 Jecken nicht nur als einen ihrer ersten Höhepunkte der Karnevalssession. „Hier wird so viel Gutes getan und es war uns einfach eine Pflicht, aus Köln nach Bad Godesberg zu kommen, um dem Förderkreis und den zwölf Bönnsche-Hätz-Mitgliedern zu danken“, sagte der Kölner Prinz.

Doch es gab auch ein Wiedersehen mit Karl-Heinz Bastian, den Reiner Fritz seit mehr als 60 Jahren kennt. Der wurde, so die Tollität aus der Domstadt, jüngst mit dem Gardestern der Prinzengarde Köln ausgezeichnet und „ist einer von bislang nur drei Gardesternträgern in der 140-jährigen Prinzengarde-Geschichte“. Da war es Bastian eine besondere Freude, gemeinsam mit Fritz und Messinger den Kölner Tollitäten Bönnsche-Hätz-Sticker zu überreichen.

Auch der Rest des Programms konnte sich sehen lassen. Mit dabei war unter anderem das älteste Mitglied von „Dat Bönnsche Hätz“, Emil Lohmer, der ein Lied zur Eröffnung der Veranstaltung kreiert hatte. Kaju Kusen trat in der Rolle von „Ludwig“ (van Beethoven) auf. Wicky Junggeburth, „Dä Tüppes vum Land“, die „Heinzelmännche zo Kölle“, Klaus und Willi sowie „Druckluft“ traten genauso wie das Tanzkorps Luftflotte und die Swinging Fanfares für die gute Tat auf. Das Publikum ging begeistert mit und nutzte die Gelegenheit, Tombolalose zu kaufen, für die Knauber und Rüdell Preise gespendet hatten.