Weiberfastnacht in Linz: Die Linzer Möhnen sind quietschfidel

Weiberfastnacht in Linz : Die Linzer Möhnen sind quietschfidel

Weiberfastnachtsitzung der Linzer Möhnen: Sie sind 90 und kein bisschen leise. Auch der Pastor kann ihnen nicht entkommen.

Sie hätten einen größeren Saal gebrauchen können. So groß war der Ansturm auf die Sitzung der Linzer Möhnen – alle wollten hin. Nur einer wollte den jecken Wievern entkommen: Pastor Lothar Anhalt. Der stieg als viel umjubelter Redner in die Bütt und plauderte aus dem Nähkästchen als Anlieger an der „Tretminenallee“ Tillmann-Joel-Park. Von dort rettete er sich als Bordseelsorger auf ein Kreuzfahrtschiff, landete aber ausgerechnet auf dem Dampfer, der auch Ziel der Möhnentour war. Da bekam so manche Dame um Obermöhn Martina Kremer ihr Fett weg.

Aber auch Sitzungspräsidentin Susanne Degen verging das Lachen nicht: Im Jahr ihres 90. Geburtstags zeigte sich „ihre“ Möhnentruppe quietschfidel wie nie. Ob als Putzfrauen oder Linzer Mädchen, die „su en Naach im Linzer Karneval“ nachsangen und nachspielten. „Das F hängt“ hieß es in ihrer Hommage an die Schreibmaschine, bei der die Jecken im Saal eifrig mitmischten und Beifall dafür spendeten, dass das mechanische Schreibgerät letztlich die Oberhand über den Computer behielt. „Updaten“ musste man diese Maschine genau so wenig wie die Möhnen.