Sie liebt Karneval und Kirmes: Romina Markmann ist designierte Wäscherprinzessin

Sie liebt Karneval und Kirmes : Romina Markmann ist designierte Wäscherprinzessin

Romina Markmann regiert als Wäscherprinzessin die Beueler Narren in der Session 2019/20. Der Arbeitskreis Beueler Weiberfastnacht hat die neue Regentin beim Rheinischen Abend in Pützchen vorgestellt.

Die Wäscherprinzessin der Karnevalssession 2019/20 heißt Romina Markmann. Der Arbeitskreis Beueler Weiberfastnacht hat die neue Regentin am Freitagabend beim Rheinischen Abend in Pützchen vorgestellt. Mit der 21-Jährigen hat sich die Jury bereits am Montag für eine Wäscherprinzessin entschieden, die Beuels Brauchtümer Karneval und Kirmes wie keine zweite verbindet. Romina I. ist nämlich die Tochter des Schaustellers Hubert Markmann, genannt „Huppemann“, und seiner Frau Claudia.

„Ich weiß gerade nicht, welche Emotion in mir überwiegt – Freude oder Aufregung“, erklärt Romina Markmann im Gespräch mit dem GA. Was sie aber ganz genau einschätzen kann: „Mein Vater ist unendlich stolz und glücklich, dass ich das Amt der Wäscherprinzessin bekleiden werde.“ In der Jahrmarktszene ist die Familie der designierten Tollität weit über die Grenzen Bonns bekannt. Sie zählt zu den Beueler Traditionsfamilien im Schaustellergewerbe – ähnlich wie Barth und Kipp. Aber seit mehr als 20 Jahren ist Hubert Markmann auch in der Weiberfastnacht aktiv – allerdings mehr im Hintergrund als helfende Hand.

Und deshalb verwundert es nicht, dass Romina Markmann bereits im Alter von sieben Jahren im Kindercorps der Beueler Stadtsoldaten getanzt hat. Bis 2016 war sie dort aktiv. In der Session 2016/17 schnupperte Romina dann schon mal Tollitäten-Luft: Sie agierte als Wäscherin im Team von Wäscherprinzessin Luisa I. (Braun). Im Jahr danach trat sie dem Alten Beueler Damenkomitee bei und atmete in den Reihen der jecken Beueler Wiever Tradition und Brauch tief ein. „Ich habe mir bis dahin nicht vorstellen können, so ein verantwortungsvolles Amt bekleiden zu können, aber ich glaube jetzt, dass ich mit Hilfe meines Damenkomitees und der gesamten Equipe die wichtige Aufgabe übernehmen kann“, sagte die junge, selbstbewusste Schaustellerin, die schon in jungen Jahren im elterlichen Unternehmen Verantwortung übernehmen musste.

Wer an ihrer Seite als Wäscherinnen bei rund 200 Auftritten auf den Bühnen stehen wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Laut Romina liegen einige Bewerbungen vor. Traditionell bewerben sich für dieses Amt junge Frauen, die gerne später einmal Wäscherprinzessin werden wollen.

Die Beueler Bürger können noch bis zum 1. Juni Mottovorschläge bei der Bezirksverwaltungsstelle Beuel, Friedrich-Breuer-Straße 65, einreichen. Romina kann sich gut vorstellen, dass ihr Sessionsmotto etwas mit dem Thema Beethoven und Beuel zu tun haben wird. Auf ihren Orden wünscht sie sich aber ein Motiv, dass Karneval und Pützchens Markt vereint. „Das sind bislang neben meiner Familie meine hauptsächlichen Lebensinhalte“, so die junge Frau.

Erster Höhepunkt wird die Tollitätenvorstellung am „Elften im Elften“ auf dem Bonner Marktplatz sein, dann folgt die Proklamation durch Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Freitag, 17. Januar 2020, im Brückenforum. Und was ist ihr für ihre Regentschaft persönlich wichtig? Antwort: „Ich will dafür Sorge tragen, dass Beuel als Wiege der deutschen Weiberfastnacht noch bekannter wird und werde mich deshalb bei Obermöhn Ina Harder dafür einsetzen, dass wir noch mehr Repräsentationstermine außerhalb des Bonner Stadtgebietes wahrnehmen.“

Bereits ab nächste Woche steht das künftige Prinzessinnen-Ornat im Mittelpunkt der Bemühungen: Der Kontakt zur Schneiderin wird aufgenommen und die Suche nach einer geeigneten Spitze für den Rock beginnt. „Viele meiner Vorgängerinnen haben sich für ganz unterschiedliche Spitzen-Motive entschieden. Ich bin gespannt, welches Design mir am besten gefällt“, betonte Romina Markmann.

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