Verteidiger eiskalt ausgekontert: Buschdorfer Prinzenpaar nimmt Hofburg in Besitz

Verteidiger eiskalt ausgekontert : Buschdorfer Prinzenpaar nimmt Hofburg in Besitz

Das Buschdorfer Prinzenpaar hat seine Hofburg erobert: Prinz Dirk II. und Prinzessin Nicole I. hatten mit dem Karnevalsausschuss und den Bergklängen Heisterbacherrott leichtes Spiel.

Ein wenig Nachhilfe in Sachen Verteidigung könnte der SV Buschdorf gut gebrauchen. Weniger in sportlicher Hinsicht als vielmehr darin, Karnevalstollitäten daran zu hindern, ins Vereinslokal einzudringen. Denn was nützt ein Bollwerk aus gestählten Fußballerleibern vor dem Haupteingang der Gaststätte Alt-Buschdorf, wenn deren Seitenportal unbewacht bleibt. Prinz Dirk II. und Prinzessin Nicole I. hatten zusammen mit dem Karnevalsausschuss Buschdorf und den Bergklängen Heisterbacherrott am Donnerstagabend relativ leichtes Spiel, ihre Hofburg in Besitz zu nehmen.

Die Angreifer hatten sich wie üblich zuvor auf dem Dorfplatz versammelt, dann das Prinzenpaar abgeholt und waren mit Kapellenmusik und Fackeln in die Buschdorfer Straße gezogen. Dort trafen sie auf zwei eng gestaffelte Fünferketten des Sportvereins, da war weder verbal noch körperlich ein Durchkommen. So ging es ein Weilchen hin und her, bis die Prinzessin den Inhaber Jasvir Singh herauslockte und soweit ablenkte, dass die kleine List, die sich der Prinz ausgedacht hatte, funktionierte.

Denn die Tollitäten hatten schon früh am Abend eine Art trojanisches Pferd in die Gaststätte eingeschleust: Mitglieder des Hobbykochclubs „Pann huh“, dem auch Dirk II. angehört. Sie hielten sich – die anderen Gäste hätten aufgrund ihrer roten Kochmützen etwas ahnen können – am Tresen auf, bis ihre Zeit gekommen war, und öffneten dann heimlich den Seiteneingang. So ließen die Tollitäten plötzlich die Verteidiger links liegen und nahmen den Schankraum in Besitz.

Singh konnte nur noch kapitulieren, und kurz darauf wurde die Plakette über dem Eingang enthüllt, die das Alt-Buschdorf als Hofburg des Prinzenpaares ausweist. Dort werden die beiden bis zum Ende der Session residieren und sich auf die vielen Auftritte vorbereiten, die sie noch zu absolvieren haben. In Buschdorf stehen noch die Mess op Kölsch mit Pfarrer Werner Kauth am 9. Februar und der Zug am Karnevalssamstsag, 22. Februar, an. Nach dem Federnrupfen an Veilchendienstag im Alt-Buschdorf müssen die beiden ihre Hofburg wieder räumen. kpo