Karneval bei der UN in Bonn: Universa Raissa I. kommt aus Kamerun

Karneval bei der UN in Bonn : Universa Raissa I. kommt aus Kamerun

Mit Raissa Tadia aus Kamerun wurde bei „BonnExpat Alaaf!“ im Alten Rathaus eine Geografin zur Universa proklamiert. „ich stehe für Vielfalt, Toleranz und Liebe“, sagt sie.

Karnevalstauglich ist die neue Universa, das bewies sie zu Beginn ihrer Antrittsrede nach der Proklamation im Alten Rathaus, als sie die Besucher der „BonnExpat Alaaf!“-Feier mit einem herzlichen „Fastelovend zusammen“ begrüßte. Der Karneval sei eine ihrer liebsten Feiern in Deutschland, verriet sie. Bunte Kostüme, gute Laune – und das Bier: „Ein Kölsch ist nie genug in Kölle.“

Sie ist die vierte Tollität der 2017 gegründeten UN-Funken, die das rheinische Karnevalsbrauchtum den Mitarbeitern der Vereinten Nationen in Bonn näherbringen wollen. Und die erste aus Afrika, nachdem ihre Vorgängerinnen aus Europa, Asien und Südamerika kamen. Die 26-Jährige Kamerunerin war zunächst beim Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung beschäftigt, derzeit absolviert sie einen Geografie-Masterstudiengang an der Bonner Universität.

„Du lässt mich an das Schicksal glauben“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan zu Raissa I., bevor er sie proklamierte. „Wie kann eine Geografin, die am UN-Tag 24. Oktober geboren wurde, nicht bei den UN in Bonn landen?“ Sie repräsentiere in dieser Session mit ihrem „Jötterfunke överall“-Motto den internationalen Funken. Sein Auftrat an die neue Tollität: „Verbreite Freude und natürlich Charme über ganz Bonn.“

Als Geografin liege ihr Augenmerk natürlich auf dem Land, sagt Raissa I.: Es sei „die Quelle unseres Lebens, die wir alle gemeinsam haben“. Ohne Land gebe es kein Leben, keine UN und – keinen Karneval. Auf dem vorhandenen Land müssten alle miteinander leben. „Dafür stehe ich: für Vielfalt, Toleranz und Liebe.“

Raissa I. und die UN-Funken gehen wieder beim Bonner Rosenmontagszug mit, in diesem Jahr mit Fokus auf das nachhaltige Entwicklungsziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und Starke Institutionen. Wie schon 2019 wollen sie dafür sorgen, dass der Rosenmontagszug klimafreundlich durch die Bonner Straßen geht. Dafür gleichen sie etwa 1000 Tonnen Emissionen mit einer Spende an ein Klimaschutzprojekt, ein Kleinwasserkraftwerk in Indien, aus. Das Zertifikat dazu übergaben die Präsidentin der UN-Funken Heidi Nabel-Meyer und Raissa I. in Gegenwart von Prinz Richard I., Bonna Katharina III. und Sridharan an Mirko Feld als Schatzmeister des Festausschusses Bonner Karneval.

Bei „BonnExpat Alaaf!“ kehrten außerdem die Beueler Wäscherprinzessin Romina I., Liküra Carina I. sowie Prinz Harald I. und Godesia Gabriele aus Bad Godesberg und andere Tollitäten ein. Zum Programm gehörten die Sambagruppe Los Beuelos und die Tanzgarde Germania aus Hersel. Die Veranstaltungsreihe „BonnExpat“ richtet sich an UN-Mitarbeiter, die nur für einen begrenzten Zeitraum in Bonn sind, die sogenannten Expatriates. Gastgeber der vierteljährlichen Treffen mit Nichtregierungsorganisationen und großen internationalen Unternehmen sind die Stiftung für Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn, die Deutsche Post DHL und die Stadt Bonn.