Sitzung der "Jecken Weiber" Dollendorf: Doll, doller – Dollendorferinnen

Sitzung der "Jecken Weiber" Dollendorf : Doll, doller – Dollendorferinnen

Bei ihrer Sitzung überlassen die „Jecken Weiber“ in der ausverkauften Turnhalle in Niederdollendorf nichts dem Zufall und sorgen selbst fürs Programm.

Mehr als 200 Wiever waren der Einladung der „Jecken Weiber“ Dollendorf in der Turnhalle an der Friedenstraße gefolgt. Längst ist diese Sitzung kein Geheimtipp mehr, und so entpuppte es sich letztendlich als Vorteil, dass die Bühne aus Brandschutzgründen auf die gegenüberliegende Seite verlegt werden musste und auf diese Weise um die 20 Sitzplätze mehr entstanden.

Und – oh, là là – sogar „Französinnen“ waren gekommen, mit dem eigenen, schleifchenumwickelten Baguette als Wegzehrung. Die Besucherinnen ahnten wohl, dass sie für diese karnevalistische Sause Ausdauer benötigen. Denn die jecken Ideen gehen der Dollendorfer Truppe um Vorsitzende Christa Sülzen offensichtlich nie aus. Und so gab es ein tolles, handgemachtes Programm.

Für reichlich (Nerven-)Nahrung in Form von Kuchen und Kaffee oder Bockwurst mit Schlot sorgte eine flinke Helfertruppe. Die aktiven Damen – neben Sülzen auch Kerstin Ott, Iris Schachte, Ursula Lambrecht, Janni Kentrup, Manuela Rinschede, Hella Herdin, Marie Zurstraßen, Petra Bracke, Jutta Simon und Resi Wenzel – brachten mit Sketchen, Playback-Parodien und einem Tanz ihr Publikum in null Komma nichts in Stimmung. Das ging schon gut los mit dem Crashkurs „Kölsch für Touristen“. Das Publikum erfuhr: „Kölsch ist die einzige Sprache, die man trinken kann!“ Und noch eine Erkenntnis: „Der Rheinländer hat seine eigene Sprache. Mit ihr kommt er mit Menschen jeder Nationalität zurecht!“

Um ein leckeres Eis ging es bei Marie Zurstraßen und Iris Schachte. Als Paar gehen sie im Park spazieren, nehmen auf einer Bank Platz und bekommen Lust auf Eis – Erdbeer-Vanille für die Frau, Schoko für den Mann. Der geht los, um die Sachen zu besorgen. „Schriev’s dir besser op, dass du’s nicht vergisst“, mahnt die Frau. Aber er geht ohne Zettelchen fort – und kommt mit fetten Burgern zurück. Sie schimpft: „Du häs de Fritte verjesse. Un ich han noch jesaat, schriev's op!“

Petra Brack ging auf Einkaufstour auf dem Markt, Kerstin Ott und Christa Sülzen starteten als Alma und Marieche zu einem Besuch in der Drachenfelsstadt („Es war in Königswinter …“), die Vereinsvorsitzende ging „en d‘r Kayjass Nummer Null“ zur Schule. Manuela Rinschede und Hella Herdin lieferten einen hübschen Sketch unter dem Motto „Oma in der Sparkasse“, und Ursula Lambrecht und Janni Kentrup nahmen sich des Gucci-Täschchens an.

Alle Karnevalistinnen zeigten, dass sie eine Menge drauf haben. Als tolle Piratentruppe erhielten sie ebenfalls einen Riesenapplaus. Herrlich ihre Playback-Parodie – da kamen dann Drafi Deutscher genauso wie Nena, Jürgen Drews, Micki Krause, Helene Fischer, Adriano Celentano, Andrea Berg, Whitney Houston oder Tony Christie auf die Bühne – der Saal „brannte“. Und die Hochstimmung wurde fortgesetzt, als zum Abschluss die Gulaschkapelle den Mädels einheizte – mitsingen, mittanzen, das Publikum war außer Rand und Band.