Glosse zur Rathauserstürmung: Oberpleis und "Der Schuh des Bürgermeisters Wirtz"

Glosse zur Rathauserstürmung : Oberpleis und "Der Schuh des Bürgermeisters Wirtz"

Die Einladung zur Rathauserstürmung in Oberpleis ist an "Der Schuh des Manitu" angelehnt. Wie würde die Geschichte des Films wohl übertragen auf Königswinter aussehen? Eine augenzwinkernde Betrachtung.

Das Kriegsbeil wurde ausgegraben, der Kampf um den Schuh des Bürgermeisters hat begonnen. Die Karnevalsvereine und Tollitäten scharren schon mit den Hufen, um pünktlich um 11.11 Uhr an Rosenmontag das Oberpleiser Rathaus einzunehmen. Doch Zwei treffen bereits alle Vorbereitungen für „unseren großen Kampf“: Peter „Häuptling“ Wirtz und Dirk „Old Moneyhand“ Käsbach.

Angelehnt an den Komödienhit „Der Schuh des Manitu“ hat die Stadt die Einladung zur Rathaus-Erstürmung gestaltet. Wo auf dem Kinoplakat noch Michael „Bully“ Herbig und Christian Tramitz auf den Pferden saßen, sind es nun Bürgermeister und Kämmerer.

„Die Marterpfähle für mögliche Gefangene sind von „Old Düres“ vom Stamme der Bauhof-Apachen bereits vorbereitet“, heißt es in der Ankündigung. Nicht, dass sie am Ende noch selbst daran landen. Sind es doch im Film Abahachi und Ranger, die vom Listigen Lurch und den schön wohnenden Schoschonen am Pfahl aufgestellt werden.

„Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“, dürfte Käsbach wie im Film dann sagen. „Warum?“, fragt Wirtz, und Käsbach erklärt genervt: „Ist dir eigentlich klar, was wir den ganzen Tag machen? Grundloses Anschleichen, stundenlanges Spurenlesen und völlig sinnlos nebeneinander her reiten!“

Doch soweit muss es ja nicht kommen. Wie gut, dass es Verstärkung gibt. „Katatunga katatunga“, hallt es von weit her. Zur Hilfe dürfte Dezernentin Heike Jüngling als Saloon-Sängerin Uschi eilen. Im Film hat sie einen Teil der Karte, der die beiden Hauptfiguren zum titelgebenden Schuh führt.

Welchen Plan sich Heike Jüngling wohl für Oberpleis ausgedacht hat? Nicht fehlen darf natürlich auch Abahachis Zwillingsbruder Winnetouch, oder im Fall von Königswinter: Dezernent Theo Krämer. „Die Kriegsbemalung sitzt, die Bögen sind gespannt, die Pfeile gespitzt, die Donnerbüchse geladen“, sind die vier und der „große Stamm“ zur Verteidigung ihrer Puder-Rosa-Ranch bereit. Mit dieser bestmöglichen Vorbereitung halten wir es wie Bösewicht Santa Maria: „Jetzt geht noch mal jeder aufs Klo und dann reiten wir los!“