Kreativität im Karneval: Vier Neulinge im Mondorfer Zug

Kreativität im Karneval : Vier Neulinge im Mondorfer Zug

22 Gruppen bildeten den Mondorfer Rosenmontagszug. Neben Kamelle und Strüssjer waren die Eier vom Höhnerbaron besondere Attraktion.

Gleich vier Neulinge bereicherten den Fastelovend-Zoch in Mondorf, der mit 22 Gruppen in diesem Jahr aufwartete. Nach Mondorfer Zeit um 12.71 Uhr gab der Ortsringvorsitzende Matthias Dathe das Startzeichen für den Höhepunkt des Straßenkarnevals und die Gruppen und Wagen schlängelten sich – wie üblich von hinten nach vorne – Richtung Provinzialstraße.

De Schol von früher hatte der Mondorfer Bürgerverein auf dem Wagen. „Die heutige Laurentius-Schule war früher unsere Volksschule“, meinte Helmut Göldner, Bürgervereinsvorsitzender. Aktuell hat sie wieder neue Aufmerksamkeit bekommen, denn die eigentlich auslaufende Förderschule wurde erst kürzlich wiederbelebt und wird zum kommenden Schuljahr wieder Kinder aufnehmen. Den Trecker, der das Schulmodell zog, fuhr Göldner höchstpersönlich, denn das 1959 gebaute Modell ist einer von seinen sechs Schätzchen. „Das ist mein Reisetrecker“, und damit bestens geeignet, die närrische Fahrt durch Mondorf mit Kamelle und Alaaf zu bestreiten.

Frisch gelegte Eier statt Kamelle

Neu mit dabei in diesem Jahr war auch der Mondorfer Hühnerbaron Helmut Höller. 46 Hühner und zwei Hähne bevölkern aktuell sein Hühnerparadies und genau das thematisierte er natürlich im Zoch auf seinem kleinen selbstgebauten Gefährt. Die lebenden Exemplare hatte er jedoch nicht mit op de Zoch genommen, damit die Tierschützer keinen Grund zur Klage hatten. Stattdessen bevölkerte Federvieh aus Keramik, Porzellan oder aber als plüschige Stoffexemplare seinen selbst gebauten fahrenden Käfig. Die Jecken am Straßenrand beglückte der Hühnerbaron standesgemäß mit frisch gelegten Eiern von glücklichen Hühnern.

Eine Premiere erlebten auch die Mondorfer Messdiener beim Zoch. Sie brachten als Clowns Farbe und jede Menge gute Laune in die Narrenschar. Nach sage und schreibe 15-jähriger Pause, waren am Rosenmontag die Mondorfer Wikinger quasi wiedergeboren und reaktiviert als eine Attraktion im Rosenmontagszoch. Ein imposanter Festwagen fuhr „Wickie und die starken Mondorfer“ durch die Straßen des Ortsteils. „Im Moment sind wir zwölf Personen auf dem Wagen aber wir arbeiten dran und werden sicher schon bald auch noch eine Fußgruppe auf die Beine stellen“, prophezeit Initiator Guido Odenthal für die kommenden Sessionen.

Zum vierten Mal nahm die evangelische Kirchengemeinde teil am närrischen Straßenkarneval. Sie fuhr ein Schiff, das sich Gemeinde nennt und hisste die Flaggen der vielen Länder, aus denen die Gemeindemitglieder kommen.