Närrischer Lindwurm

Augsburger Puppenkiste zieht von Rösberg nach Hemmerich

Bornheim-Rösberg. Jede Menge Kamelle gab es im kleinen, aber feinen Zug von Rösberg nach Hemmerich. Die Jecken im Zug und am Straßenrand strahlen mit der Sonne um die Wette.

Das sonnige Wetter färbte am Freitag auf die Jecken in Rösberg und Hemmerich ab: Mit strahlender Laune und in bester Stimmung zogen die 350 kleinen und großen Narren in 18 Fußgruppen durch die Straßen Rösbergs Richtung Hemmerich. Wie in jedem Jahr präsentierten sich die Kindergärten, Nachbarschaftsgruppen und Institutionen in fantasievollen und aufwendigen Kostümen. So verkündeten die Messdiener als Panzerknacker ein neues, nämlich das elfte, Gebot: „Du sollst nicht einbrechen“.

Unter dem Motto „Vom Thekenstand nach Lummerland“ traten Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer auf. „Der Clou ist, dass unsere Lokomotive sogar einen Dampf erzeugt, der in der Luft länger sichtbar ist“, freute sich Tim Esser. Souverän beherrschte sein Amt als Lokomotivführer Johannes Schumacher, der mit seinen 63 Jahren Ältester der Truppe war und für den die Figur des Lukas „die Erfüllung eines Traumes“ war. Nach mehrjähriger Zugpause war dieses Mal auch eine Abordnung des Tischtennisclubs Rösberg dabei, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird. Auf die Feier im September wurde bei der Gelegenheit schon einmal hingewiesen.

Als „Ritter us de Runkelsjass kämpfen für die Brauchtumspflege“ genoss das Dreigestirn beider Orte für die kommende Session seinen Auftritt. Mit Prinz Chris I. (Christoph Eichen), Jungfrau Walti (Walter Berchtold) und Bauer Paul (Alexander Ihde) werden die beiden Höhenorte 2018/19 erstmals seit 2006 wieder ein Tollitäten-Trio haben. Die kleinste Gruppe des Zuges stellten die vier Weinbäuerinnen der SG Sonnenschein, die die bunt kostümierten Narren am Straßenrand großzügig mit Kamelle bedachten.

Die Clowns der Kita „Burgwiese“ verbreiteten ausgelassene Stimmung und als grüne Wiese zeigten sich die Kleinen samt Eltern der Kita „Spatz“. Gelungen waren die Figuren aus der Augsburger Puppenkiste, Robin Hood oder die Pinguine, die als Marionetten durch die Straßen hüpften. Lokalpolitisch ging es bei der Nachbarschaftsgruppe von Herbert Weber zu, die die rote Bank zwischen Metternicher- und Weberstraße als Treffpunkt für alle zum Thema hatte.

Die FC-Fründe Mai 98 drückten ihre Hoffnung aus, sich durch Lucky Luke an die Spitze der Bundesliga schießen zu können.