Rosenmontagszug

Rauschendorfer „Sonnenmacher“ lassen Regen keine Chance

Rauschendorf. Mehr als 350 Jecke ziehen beim Karnevalszug durch Rauschendorf und bringen kiloweise Kamelle unters Volk. Der Ort feiert "Karneval nach Rauschendorfer Art".

Der Regen hatte in Rauschendorf keine Chance. Schließlich zogen am Sonntagnachmittag rund 30 „Sonnenmacher“ durch den Ort: Die Jungen und Mädchen des CJD-Kindergartens hatten sich als grasgrüne Frösche kostümiert, zogen mit ihren Eltern durch den Ort und brachten jede Menge Kamelle und Popcorn unter das Narrenvolk.

Neun Gruppen mit insgesamt rund 350 Teilnehmern zählte Zugleiter Udo Wichartz, zugleich Vorsitzender der KG Neues Rauschendorf, beim Veedelszoch. „Im vergangenen Jahr hatten wir ja unseren großen Jubiläumszug, der auch auf das Sankt Augustiner Stadtgebiet führte“, sagt er. „Dieses Jahr feiern wir kein Jubiläum, sondern einfach Karneval nach Rauschendorfer Art.“

Über rund drei Kilometer ging es für die Jecken, die sich für ihre Kostüme wieder so einiges hatten einfallen lassen. Bildschöne Hippies vom Rauschendorfer Brauchtumsverein waren etwa darunter – als kunterbunter Farbklecks im Karnevalszoch. Ihr Motto: „BTV ist hipp und frei und bei jedem Fest dabei“.

Supermänner, Schotten und Sonnemacher

Flash Gordon, Superman und Batman wurden ebenso gesichtet wie die Sänger des Männergesangvereins, die versprachen: „Mit dem MGV wird dein Leben viel bunter“. Dazu zogen Autos auf zwei Beinen durch den Ort und eine ganze Menge Schotten, die in den „Highlands von Königswinter“ den Schlusspunkt beim Zoch setzten: Die KG Neues Rauschendorf hatte sich unter dem Motto „Die KG im Schottenrock hat auf Schottland richtig Bock“ passend zu ihrem Festwagen – einer trutzigen Burg – in Kilt und karierter Mütze gekleidet.

Am Ende hatten die CJD-Frösche ganze Arbeit geleistet: Sonnenstrahlen blieben beim Zoch zwar eher die Ausnahme, dafür aber blieb auch der Regen aus. In den kommenden Wochen wollen sich die Rauschendorfer Kindergartenkinder weiter als „Sonnenmacher“ betätigen und das gleichnamige Singspiel einstudieren. Ende Juni soll dann die Premiere sein – und zwar hoffentlich bei ganz viel Sonne.