Session 2009/2010

Ein Dreigestirn regiert die Rheinbacher Narren

Jungfrau Wolly Wagner, Prinz Erich Bauerfeind und Bauer Walter Weber bilden das Rheinbacher Dreigestirn.

Rheinbach. Sie haben sich beworben und sie wurden genommen: Rheinbachs erstes Dreigestirn. War aus dem ersten weiblichen Dreigestirn vor zwei Jahren nichts geworden, werden die Rheinbacher Jecken in der kommenden Session erstmals nicht von einem Prinzenpaar, sondern von drei gestandenen Mannsbildern regiert: Erich Bauerfeind als Prinz Erich I., Walter Weber als Bauer Walter I. und Wolfgang Wagner als Jungfrau Wolly I.

Sie dürfen sich jetzt offiziell als "designiertes Dreigestirn" bezeichnen, denn beim Sommerfest der Großen Rheinbacher Karnevalsgesellschaft Narrenzunft Prinzengarde von 1895, kurz GroRheiKa, wurden sie von dessen Präsidenten Manfred Böttcher in Anwesenheit der beiden Vize-Bürgermeister Ernst Preutenborbeck und Claus Wehage vorgestellt.

"Wir wollen mit allen Rheinbacher Karnevalsvereinen, egal welcher Farben, und der Bevölkerung Karneval feiern und Spaß haben", sagte der künftige Prinz. "Doht ösch joht ammüsiere, me senn oss demnächs öfters!", kündigten die Drei an. Bei der Vorstellung des künftigen Prinzen Erich Bauerfeind zitierte der GroRheiKa-Präsident aus dessen Hochzeitszeitung: "Es besteht kein Zweifel, er kommt aus der Eifel."

Er stammt nämlich aus dem "Rheinbacher Vorort" Houverath und kam durch seine Heirat mit Ehefrau Maria nach Rheinbach. Einziger "Makel": Sein Arbeitsort liegt in Meckenheim, denn dort ist er seit 30 Jahren beim Bundeskriminalamt beschäftigt. Seine Hobbys sind mit Radfahren, Bergsteigen, Wandern und Kegeln ziemlich sportlich.

Seine zukünftige Deftigkeit Bauer Walter Weber ist waschechter Rheinbacher, der sogar noch im dortigen früheren Krankenhaus geboren wurde. Seine Heimatstadt hat er nur zum Ableisten des Wehrdienstes im Norden der Republik verlassen. Kamen Prinz und Jungfrau der Liebe wegen nach Rheinbach, hat der Bauer seine Frau Irina hierhin geholt.

Als selbständiger Kaufmann führte er etliche Jahre die väterliche Tankstelle in Rheinbach, ist aber seit fast 20 Jahren Beamter im Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Bei Jungfrau Wolly Wolfgang Weber heißt es "Die Hesse komme!", denn in diesem Bundesland liegen seine Wurzeln.

Er ist allerdings zusätzlich weit gereist aufgrund des diplomatischen Dienstes seines Vaters, der die Familie unter anderem nach Washington D.C. und Buenos Aires in Argentinien führte. Die künftige Jungfrau kam 1988 der Liebe zu Ehefrau Michaela wegen nach Rheinbach, machte eine Ausbildung zum Masseur und Medizinischen Bademeister und eröffnete 1991 seine Praxis für Physiotherapie.

Die Ehefrauen von Prinz, Bauer und Jungfrau stehen ihnen während der Session als Adjutanten zur Seite, Cheffahrer ist Jürgen Bauer. Proklamiert wird das erste Rheinbacher Dreigestirn am 8. Januar 2010 in der Stadthalle.