Jecke vergnügen sich bei der 36. Karnevalsparty des SV 80 Ramersbach

Die neuen Disziplinen in Ramersbach heißen „Danze un Singe“

Publikumslieblinge: Die Ramersbacher Bergzwerge.

Publikumslieblinge: Die Ramersbacher Bergzwerge.

RAMERSBACH. Von Ramersbach aus kann man bei gutem Wetter bis nach Köln gucken. Grund genug für den SV 80, kölschen Karneval mit Rhein-Ahr-Einschlag zu feiern. Die Karnevalsparty der Sportlerfamilie erfreute sich auch bei der 36. Auflage großer Beliebtheit. Gut 150 Gäste sorgten dabei am Samstag für ein volles Bürgerhaus, mindestens genauso viele Gäste tummelten sich im Laufe des Abends auf der Bühne, um die Berg-Narren köstlich zu unterhalten.

Klar wurde, dass die Wandlung des Saalkarnevals hin zur großen Party auch an den Ramersbachern nicht vorbei gegangen ist. Immerhin konnte Moderator Werner Kasel mit „Ahrtalblömche“ ein Rednerduo begrüßen. Wolfgang Krupp und Rainer Groß sind „alte Hasen“ im Karneval, sie strapazierten die Lachmuskeln des Publikums mit ihren „Verzällcher aus dem Leben“ extrem.

Den Startschuss zur jecken Party hatten zuvor die jüngsten Ramersbacher gegeben, die Bergzwerge. 14 Pänz bis sieben Jahre tanzten, das Publikum hatte einen Riesenspaß und kam aus Fotoshooting und Videodreh nicht mehr raus. Gleiches galt für den Auftritt der Bergfunken. Derweil sagten sich erste Gäste an. Die Karnevalsgesellschaft (KG) Bunte Kuh aus Walporzheim kam mit Kind und Kegel, Prinz Michael I., Kinderrpinzessin Soraia I., zwei Funkengruppen, den Walbeze Mädche un Junge sowie der Showtanzformation Just for Fun. Kein Wunder, sind doch Ramersbacher im Walporzheimer Karneval aktiv. Für Steffi Mies gab es sogar eine Urkunde von der Bunten Kuh, weil sie seit drei Jahrzehnten an der Ahr mitmischt. Das Bürgerhaus kam an seine Kapazitätsgrenzen. Kaum waren die Walporzheim weg, stand die KG aus Ahrweiler vor der Tür. Unter Aufsicht des Prinzenpaares Rolf I. und Marlene I. füllten diesmal die Stadtgarde Weiß-Rot mit Fußvolk und Tanzgruppe und zwei Funkengruppen die Bühne.

Und dann wurde es musikalisch jeck: Aus Bergheim war die Band „Heizefeiz“ in den Höhenstadtteil gekommen. Mit „Rock, Pop und Dancemusik mit kölscher Schnüss“ eroberten sie die Bühne und brachten den Saal zum Kochen. Kellner gab es im Bürgerhaus auch genug, zumindest als die Köbesse des Männerballetts aus Reifferscheid die Bühne enterten. Die Showtanzgruppe One Dream aus Heimersheim kam wesentlich graziler daher und zeigte ihr Programm „Viva Colonia – eine Zeitreise in die Vergangenheit“. Dann wieder tanzende Männer: als „Holzmichel“, die während ihres Auftritts zu Ballettelfen mutierten, brillierten sieben „statse Romeschbeche Jonge“ von der Gruppe „De Männ“. Mit ihrer Trainerin Iris Beckmann hatten sie ein raketenwürdiges Programm einstudiert.

Die Tanzgarde des SV Ramersbach, die „Power-Oldies“ und die Showtanzgruppe aus dem Bergort komplettierten das Tanzprogramm. Für einen fulminanten Abschluss sorgten die Musiker von „Jeckediz“ mit ihrem aktuellen Sessionshit „De Düüvel danz met mir“ und weiteren kölschen und eigenen Songs. Moderator Werner Kasel verteilte am Sitzungsende massig Orden an alle Helfer, aber auch an Martin Schumacher, der im Winter die Ramersbacher Straßen vom Eis befreit.