Krönung im Kameha

Auf die Konfetti- folgt die 24/7-Liküra

Krönung der Liküra im Kameha.

Krönung der Liküra im Kameha.

Ramersdorf. Karneval rund um die Uhr: Mareike Piontek wird von Vorgängerin Kim I. zur 67. Liküra von Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf gekrönt. Im normalen Leben arbeitet sie für das Bonner Schulamt.

Eine Krönung am Tag der Heiligen Drei Könige – das passt doch, fand Mareike Piontek, seit Samstagabend die neue Liküra-Prinzessin – zumal sie ja auch von ihren zwei Paginnen begleitet wird. „Wir werden nicht mit Gold, Weihrauch und Myrrhe durch die Säle in und außerhalb von Liküra ziehen“, kündigte die 23-Jährige an, „dafür aber mit Freud und Spaß, Frohsinn und Humor und so manches Mal jeck“.

Bei der Krönungsveranstaltung im Saal des Kameha Grand Hotels erzählte die Ramersdorferin, die vom Publikum euphorisch empfangen wurde, vom 14. Mai 2017. „Zwei Wahlen standen an diesem Tag an: Einmal die Landtagswahl und die Wahl der zukünftigen Liküra-Prinzessin.“ Ihre Aufgabe als Wahlhelferin habe sie nicht ablenken können, bis um 11.17 Uhr der erlösende Anruf kam. „Ich war erst einmal sprachlos.“

Und nun ist die Mitarbeiterin im Bonner Schulamt Prinzessin von Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf und wird zusammen mit ihren Paginnen, ihrer Schwester Melanie Piontek und ihrer besten Freundin Theresa Krämer, die nächsten sechs Wochen unter dem Motto „Liküra – vun Hätze jeck un kunterbunt, mir fiere zesamme zu jeder Stund!“ und ihrer Equipe verbringen. Oberbürgermeister Ashok Sridharan gratulierte den dreien, äußerte aber zugleich eine gewisse Besorgnis: Er müsse gut auf seinen Terminkalender aufpassen, immerhin sei Pagin Theresa in seinem Amt Terminkoordinatorin. Melanie riet er, gut auf seine beiden Verwaltungsmitarbeiterinnen aufzupassen.

 

In Liküra wird dreimal gebützt

„In dieser Session möchte ich mit euch rund um die Uhr, quasi 24/7, diesen schönen Karneval feiern“, rief Mareike I. aus. Das machte sie auch zum ersten Gebot ihrer Regierungserklärung. Sie forderte in ihrer Regierungserklärung unter anderem, dass in Liküra dreimal gebützt wird, dass die Leute zum Schützenfest ihrer Küdinghovener Sebastianusbruderschaft kommen, viel Obst essen, und „Rot will ich sehen, wenn ich betrete einen Saal, wie ihr das macht, ist mir egal“.

So begeistert Mareike auch empfangen wurde, sie tritt in große Fußstapfen: Ihre Vorgängerin Kim I., für Marion Müller vom Liküra-Festauschuss die „Konfetti-Prinzessin“, wurde herzlich verabschiedet. Bezirksbürgermeister Guido Deus lobte vor allem ihr soziales Engagement für den Förderkreis für krebskranke Kinder in Bonn und das Kinderhospiz in Olpe. Dafür hatte sie in der Session Spenden gesammelt – sie habe mit vielleicht 1000 Euro gerechnet, sagte sie in ihrer Abschlussrede. Herausgekommen seien 9500 Euro. Kim Messinger steckte Mareike das Krönchen ins Haar und gesellte sich dann zu den anderen Ex-Liküras, die an ihrem Tisch viel Stimmung machten.

Die Krönung der Liküra-Prinzessin wurde von Auftritten der Tanzgruppen aus dem Liküra-Staat umrahmt. Außerdem sah man den Bauchredner Klaus Rupprecht, die Köbesse und das Tanzcorps Rheinmatrosen.