Sitzung in Beuel

So war die Punksitzung des Damenkomitees Honigsmöhne

Ein Stück der Nummer Honigsmöhne bei der Prunksitzung: „Manni Two“

Ein Stück der Nummer Honigsmöhne bei der Prunksitzung: „Manni Two“

Beuel. Das Damenkomitee Honigsmöhne feierte im Brückenforum mit einer Mischung aus Prunksitzung und Party. Vereins- und Sitzungspräsidentin Gaby Uhler verkündete, dass diese Session für sie die letzte im Amt sein soll.

Wenn nächstes Jahr die Honigsmöhne ihr 130-jähriges Bestehen feiern, dann mit einem neuen Gesicht an der Spitze: Vereins- und Sitzungspräsidentin Gaby Uhler verkündete auf der Sitzung des Damenkomitees am Freitag im Brückenforum, dass diese Session für sie die letzte im Amt sein soll. Wer ihr nachfolgen soll, blieb offen.

Aber das ist noch Zukunftsmusik, und in dieser Session wollen die Möhnen noch mal tief durchatmen, bevor es an den runden Geburtstag geht. Die Sitzung war gewohnt launig und entspannt, rangierte irgendwo zwischen Prunksitzung und Karnevalsparty, weder gestelzt noch überdreht. „So lange das Traditionelle geht, wollen wir daran festhalten“, sagte Vizepräsidentin Karin Michels. „Party wird schon genug geboten.“

Die Veranstaltung begann mit einer fröhlichen und sehr detailverliebten Nummer der Honigsmöhne: Als Häuptlingstochter „Kleiner weißer Vogel, der vom Himmel fällt“ vom Stamm der letzten Möhnikaner lehnte sich Literatin Eva Stellmach gegen den Willen ihres sächselnden Vaters Listiger Lurch (Katja Müller) auf, weil sie keinen Indianer ehelichen wollte. Sie wollte einen Cowboy und verliebte sich in Manni (Uschi Schraaf). Des Häuptlings Widerstand brach zusammen, als er erfuhr, dass der Cowboy der Sohn seines Blutsbruders Old Schmetterhand war. Angesichts des Wortspiels „Manni Two“ ist zu vermuten, dass der mit bürgerlichem Vornamen auch Manni heißt.

Zu solchen Aufführungen kommen die Möhnen laut Michels leider nur alle zwei bis drei Jahre: Die Frauen seien heutzutage schließlich auch berufstätig. Der Auftritt zeigte auf jeden Fall, dass sie immer noch Lust aufs Jecksein haben. Die Sitzung ging mit Dä Tuppes vum Land, Schäng, Schlabber&Latz, den Kölsche Adler, Comedian Dave Davis und der Showtanzgruppe High Energy weiter. Zuletzt stand Schlagersänger Jürgen Milski auf dem Programm. Nicht angekündigt war die Tanzgruppe Jan von Werth – davon wussten auch die Honigsmöhne nichts. Diesen Auftritt hatte man ihnen geschenkt.

Die Sitzungspräsidentin verteilte fleißig Sessionsorden an die Auftretenden. Der greift das Bonner Motto „Loss mer fiere un studiere“ auf: Umrandet von entsprechenden Wissenschafts- und Karnevalsmotiven ist mittig eine Münze angebracht, die man drehen kann, je nachdem, ob die darauf abgebildete Biene feiern oder studieren soll. Im Lauf der Sitzung wurde außerdem Helga Harter ausgezeichnet: Sie ist seit 60 Jahren Mitglied.