Aktiv seit elf Jahren

Tanzpartys der Beueler Schääl-Sick Mädsche sind legendär

Die Schääl-Sick Mädsche am Beueler Rheinufer: Die zehn Mädels machen in ihrer schmucken Gardeuniform eine tolle Figur.

Die Schääl-Sick Mädsche am Beueler Rheinufer: Die zehn Mädels machen in ihrer schmucken Gardeuniform eine tolle Figur.

BEUEL. Die Schääl-Sick Mädsche aus Beuel sind seit elf Jahren im Karneval aktiv. Auf „Spetzebötzje“ können sie ganz gut verzichten. Dafür machen die zehn Mädels in ihrer schmucken Gardeuniform eine tolle Figur.

„Nicht nur das“, lacht Petra Schönen. „Man kann darin hervorragend feiern. Nichts verrutscht, alles sitzt wie angegossen“, erklärt sie die Vorteile ihres maßgeschneiderten Outfits. Weiße Hose, schwarze Stiefel, blau-rote Jacke, schwarzer Dreispitz – so sind die Schääl-Sick Mädsche seit elf Jahren im Karneval unterwegs. Damit sind sie gleich auf den ersten Blick als lustige Truppe zu erkennen.

Doch die „Mädsche“ wollen nicht nur selbst Spaß haben. „Nein“, wehrt Schönen ab. „Wir wollen auch anderen ein paar unvergessliche Stunden in der Session bieten.“ Dafür organisieren sie fetzige Tanzpartys. Und die sind mittlerweile so beliebt, dass die Karten dafür stets innerhalb kürzester Zeit vergriffen sind. An Weiberfastnacht laden sie wieder zu Musik, guter Stimmung und jede Menge „kölsche Musik“ in die Rheinalm ein.

„Wir kennen uns alle schon seit der Kindheit und sind seit Jahren im Beueler Karneval aktiv“, erzählt Schönen. „Doch irgendwann haben wir uns überlegt, dass wir etwas Besonders bieten wollen, etwas was es so nicht gibt.“ Gesagt getan: 2007 taten sich Gaby Wüerst, Anke Hötzel, Petra Schönen, Daniela Gehlen, Ute Werner, Anja Hartmann, Claudia Becker, Nicole Pütz, Birgit Achenbach und Simone Solveen als Schääl-Sick-Mädsche zusammen, 2009 gründeten sie einen Verein. „Wir wollten jedoch kein Damenkomitee sein. Davon gibt es ja schon viele. Wir wollten etwas Neues auf die Beine stellen. Jung, frisch, spritzig“, erinnert sich Schönen. „Uns verbindet nicht nur Freundschaft, sondern auch die Liebe zum Karneval und der Wille zur Pflege des Brauchtums“, fügt sie hinzu.

Angefangen hat alles mit einer großen Karnevalsparty im Stiefel. Als besondere Attraktion hatten sie damals die Gruppe Querbeat gebucht. „Das war genau nach unserem Geschmack. Wir wollten tanzen, singen und gemeinsam Spaß haben. Mehr nicht“, sagt Schönen. Nachdem die erste Fete der aktuellen Session im Salvador bereits im Januar gefeiert wurde, steigt Weiberfastnacht die nächste Sause.

In der Rheinalm am Bonner Bogen beginnt um 13.11 Uhr die Karnevalsparty. Diesmal werden die Köbesse erwartet. Auch die Kölner Funken haben bereits zugesagt und kommen mit einer großen Abordnung.

Nicht entgehen lassen sich die Mädchen den LiKüRa-Zug. „Da sind wir schon seit vielen Jahren dabei“, sagt Schönen. „Der Zoch ist für uns der krönende Abschluss der Session.“ Nachdem die zehn Beuelerinnen im Alter zwischen 45 und 58 Jahren vor Jahren im LiKüRa-Zug von einem roten Citroen 2 CV begleitet wurden, fahren sie heute in einem Wagen mit. „Trotzdem erinnern wir uns noch immer gerne zurück. Die Ente ging dauernd aus, sprang nicht mehr an und musste dann wieder angeschoben werden. Das werden wir so schnell nicht vergessen.“

Auch wenn sich die Truppe für ein eher männliches Kostüm entschieden hat, so sind die Beuelerinnen dennoch Mädchen durch und durch. „Unser Markenzeichen ist der rote High-Heel. Den Stöckelschuh findet man nicht nur auf unserem Orden, sondern er ist mittlerweile auch unser Markenzeichen“, so Schönen. Und Aschermittwoch ist für die Mädchen längst noch nicht alles vorbei. „Nein, dann fahren wir gemeinsam nach Mallorca, um uns von der Session zu erholen“, lacht Schönen.