Prinzenproklamation der KG Remm-Flemm

Henny I. und Werner III. regieren Uckerath

Sie sind das neue Uckerather Prinzenpaar: Henny I. und Werner III. Büllesbach.

Sie sind das neue Uckerather Prinzenpaar: Henny I. und Werner III. Büllesbach.

Hennef. „Was soll da erst noch kommen?“, könnte sich gefragt haben, wer am Freitagabend die Prinzenproklamation der KG Remm-Flemm verfolgte.

Sechs Tage nach dem offiziellen Start und weit vor dem Höhepunkt der neuen Karnevalssession kochte bei den Uckerather Jecken die Stimmung bereits hoch. Rund 380 von ihnen feierten im Rosensaal des Hotel Landsknecht frenetisch die Amtseinführung von Werner III. und Henny I. (Büllesbach) sowie des Kinderprinzenpaares Finn I. (Hupperich) und Laura I. (Merz).

„Ich habe schon viele Prinzenvorstellungen mitgemacht, das war die Außergewöhnlichste“, erinnerte sich Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke, einer der ersten Gratulanten auf der Bühne, über den Moment im Mai, als ihn die KG ins Vertrauen zog, wer Uckeraths Karnevalisten in die Session 2017/18 führen werde. „Willst du wissen, wer Prinz wird?“, habe ihn der Vereinsvorsitzende, Michael Senf, auf der Vatertagstour der KG, ausgerechnet am Pissoir stehend gefragt. „Dann guck mal nach links.“ Dort nämlich stand Werner Büllesbach (54), der nun gemeinsam mit seiner Frau Henny (52), offiziell inthronisiert wurde. An die Übernahme des höchsten Narrenamts hatten sich beide in den vergangenen Jahren peu à peu herangetastet: „Henny“, die eigentlich Henriette heißt, zunächst als Mitglied des Remm-Flemm-Damenkomitees „Mir hale Pol“, in dem sie sich seit 21 Jahren engagiert. Werner Büllesbach, im Berufsleben Mitarbeiter beim Sankt Augustiner Bauhof, wiederum als Aktiver im Tambourcorps des Vereins. Vielen Karnevalisten dürfte er zudem noch als Tänzer des Uckerather Männerballetts „Los Möhnos“ in Erinnerung sein.

In der Session 2016/17 standen beide dann ihren Vorgängern Andreas I. und Susanne I. als Gefolgschaft zur Seite, die ihrerseits nun in die zweite Reihe treten – gleich neben die vier Kinder und die Schwiegertochter in Spe der Büllesbachs, allesamt begeisterte Karnevalisten. „Unser Gefolge hatten wir also schnell zusammen“, sagte die Prinzessin. Unterstützung erhält das Paar außerdem von Freunden und Arbeitskollegen. Letztere hätten es sich in den vergangenen Tagen nicht nehmen lassen, die künftige Prinzessin, die als Praxisassistentin im Uckerather Gesundheitszentrum arbeitet, zu necken. Das Lied „Ach wär‘ ich nur ein einzig Mal“ (Schmucker Prinz) hatte sie sich während der Arbeitszeit, anders als es der Titel nahelegt, mehr als nur einmal anhören müssen.

Neben den Westerwaldsternen, bei denen die Büllesbach-Kinder tanzen, gratulierten auch die „Kölsche Dilledöppcher“, das Blasorchester Uckerath, die „Grün-Weiße Funken vom Zippchen“ sowie die Band „Dröpkes“ zur Amtseinführung. Beide Prinzenpaare verkündeten außerdem ihre närrischen Paragraphen. Darin wird unter anderem die KG Bierth dazu verpflichtet, während des Rosenmontagszugs nach alter Tradition die Jecken am Straßenrand zu bewirten.