Rosenmontagszug Villip

Die Junggesellen versuchen sich im Rotlichtmilieu

Wachtberg. In Villip stach vor allem eins ins Auge: Viele Jecke hatten ihre Häuser mit Luftballons geschmückt, Bierbänke und kleine Pavillons aufgebaut.

Luftballon wohin man schaute: In Villip hatten die Karnevalsfreunde ihre Häuser bunt geschmückt. Und so feierten sie schon ausgelassen, bevor der Zug durch die Straßen zog. Als dieser in Sichtweite kam, übertönte der Kamelleruf allerdings die aus zahlreichen (privaten) Boxen tönende Musik. Die Interessengemeinschaft der Ortsvereine Villip, Villiprott und Holzem führte den Zug an mit ihrem „Despoten Zoo“, bei dem Trump, Putin und Co. ihr Fett weg bekamen.

Das Deutsche Rote Kreuz brachte Pflaster unters närrische Volk, während der Junggesellenverein sich im „Rotlichtmilieu“ im Poledance versuchte. Pokemon verteilten Äpfel, die Engel und Teufel der Villiper Damenwelt hielten Sekt bereit. Schmölzje, Schützen, die KG Gemütlichkeit Rot-Weiß Villip, die Kegelbrüder der Holzköpp, der Kirchenchor und die Fritzdorfer rundeten das Bild ab – und hatten alle eins gemeinsam: Mehr Kamelle konnte man in so kurzer Zeit wohl nicht werfen. So war es kein Wunder, dass die Beutel der vornehmlich kleinen Narren schon beim ersten Zugdurchgang gut gefüllt waren. Auf die zweite Runde wurde dennoch sehnsüchtig gewartet.