Konzert zum Ausklang der Session

Beueler Stadtsoldaten tragen Frohsinn ins Krankenhaus

Beueler Stadtsoldaten spielen Konzert im Innenhof des Beueler Krankenhauses

Beueler Stadtsoldaten spielen Konzert im Innenhof des Beueler Krankenhauses

BEUEL. Mit einem ganz besonderen Auftritt hat das Beueler Stadtsoldaten-Corps „Rot-Blau“ 1936 die Session ausklingen lassen.

Kaum waren die ersten Töne zu hören, schon erschienen neugierige Gesichter hinter den Fenstern. Mit einem ganz besonderen Auftritt hat das Beueler Stadtsoldaten-Corps „Rot-Blau“ 1936 die Session ausklingen lassen. Am Dienstag gab es ein Konzert im Innenhof des Beueler Krankenhauses.

Mit ihrer Musik und den Tänzen machten die Stadtsoldaten viele Patienten für den Moment glücklich. „Der Auftritt der Stadtsoldaten ist jedes Jahr ein Höhepunkt. Damit tragen sie den Karneval in die Patientenzimmer und somit ein Stück der tollen Stimmung in Beuel“, sagte Daniela Kreuzberg. Sie schunkelte gemeinsam mit ihrem Mit-Kaufmännischen Direktor Thorsten Schütze zu den närrischen Klängen.

Auch Pflegedirektorin Carola Tönnemann und die Ärztliche Direktorin Birgit Terjung feierten mit. „Die Auftritte haben eine lange Tradition und auch die Mitarbeiter finden sie ganz toll“, sagte Kreuzberg. Zum Dank gab es dann auch die Auszeichnung: „Wir haben einen eigenen Krankenhaus-Orden, der jedes Jahr neu gestaltet wird“, sagte Kreuzberg. Ebenfalls an der Spitze der närrischen Bewegung waren die Senatoren Dr. Stephan Kern und Dr. Felix Roth, die gleichzeitig als Ärzte am Krankenhaus tätig sind. „Das Konzert ist eine feine Sache, die die meisten Patienten ganz gerne haben“, berichtete der Arzt Sebastian Pröbsting. Und für einen Patienten war das Konzert ein ganz besonderer und bewegender Moment: „Ich wäre jetzt lieber auf der anderen Seite“, sagte Karl-Josef Berger. Denn er hatte den Musikzug der Stadtsoldaten vor 66 Jahren gegründet und mehr als 40 Jahre angeführt.

Das Traditions-Corps hat die Session genossen: „Wir haben einen tollen Sitzungskarneval erlebt, mit wunderschönen Auftritten, unter anderem auch mit dem Highlight auf der Cop23 und bei unserem Besuch bei der Rheinland Studie“, berichtete Thomas Theuerzeit, Literat und Pressesprecher der Stadtsoldaten. Sein Eindruck nach dem ersten Zug an Weiberfastnacht ohne Zugpferde: Insgesamt schauen die Stadtsoldaten auf eine großartige Session zurück: „Alles hat gut geklappt, auch unser neues Tanzpaar in dieser Session hat sich bestens bewährt“, so Theuerzeit.

Den Schlusspunkt setzen die Beueler Stadtsoldaten am Aschermittwoch. Eben noch himmelhoch jauchend, sind sie dann zu Tode betrübt und ziehen weinend am Abend mit einem großen Trauermarsch durch die Beueler Straßen. An ihrem Zeughaus im Brückenbogen formiert sich in der Dunkelheit der Trauerzug der Stadtsoldaten. Von dort geht es zum Rheinufer.

Mit dabei sind neben dem Kommandanten und dem Vorstand des Corps traditionell die Wäscherprinzessin Franzi I. sowie die Obermöhn Ina Harder mit ihrem Gefolge. Die ausgelassenen Feierlichkeiten der zurückliegenden Wochen haben ihre Spuren hinterlassen. Da gibt es lange Gesichter beim Blick in die Geldbörsen der Jecken.´Deshalb werden die Portemonnaies traditionell im Rhein gründlich ausgewaschen. Aber einen letzten Funken rheinischen Frohsinns gönnen sich die Beueler Jecken dann doch noch beim traditionellen Fischessen mit ein paar frischen Kölsch.