Bonner Kindertollitäten

Nele regiert in Lessenich/Meßdorf

Otto Knott (l.) und Ingo Elenz mit der neuen designierten Kinderprinzessin Nele Kremser nach der Vertragsunterzeichnung.

Otto Knott (l.) und Ingo Elenz mit der neuen designierten Kinderprinzessin Nele Kremser nach der Vertragsunterzeichnung.

Lessenich. Nele Kremser tritt als neue Kinderprinzessin in Lessenich/Meßdorf an. Bei ihr geht alles nach dem Motto "klein aber fein".

. „Sie ist wahnsinnig spontan“, lobte Otto Knott von der KG Lessenicher Sterne die zehnjährige Nele Kremser. Denn sie habe nur drei Minuten gebraucht, um sich ihr Motto für die kommende Karnevalssession zu überlegen. Sie verkündete es auf der Mitgliederversammlung des Vereins: „Klein aber fein – Das ist ein Grund Prinzessin zu sein“. Damit will sie die Lessenicher Jecken für sich begeistern.

Gut gelaunt kam sie daher, stieg auf der Versammlung hemmungslos auf einen Stuhl, um sich den Mitgliedern zu präsentieren - und blieb auch gleich dort, um Fragen zu beantworten: Sie geht derzeit noch auf die Laurentiusschule, aber ab dem nächsten Schuljahr ist sie eine Helmholtz-Gymnasiastin.

Bei den Sternen ist sie schon ihr halbes Leben: „Ich tanze dort, seit ich fünf Jahre alt war.“ Jetzt ist sie in der mittleren Gruppe, bei der man in der nächsten Session ein paarmal auf sie wird verzichten müssen. Nele wird in der Session von ihrer Schwester Eva und zwei Freundinnen, Leonie und Vickie, begleitet.

Das Tanzen ist auch ihre große Leidenschaft. Und sie liebt den Karneval. Familiär vererbt? Sie verneint vehement. Ja, auch ihre Eltern würden Karneval feiern – aber gegen sie seien die keine richtigen Karnevalisten, war Nele überzeugt. Das Motto passt zu ihr, und doch wird sie in der kommenden Session als Kinderprinzessin ganz groß rauskommen.

Bei der KG ist man froh, wieder eine Prinzessin zu haben. In der laufenden Session mussten die Sterne ohne auskommen. Nele ist die sechste Tollität des Vereins, den es seit 2010 gibt. Vor ihr war Kilian Knott der erste Prinz, auch vor ihm gab es eine Zeit ohne Tollität. Von Vereinsseite ist man zuversichtlich, immer wieder ein Kind zu finden, das Lust auf dieses Amt hat – und Eltern, die bereit sind, das mitzumachen.