Zug durch Bockeroth

Volle Hütte beim Biwak

„Mir sen do“, dachte sich der Bockerother Kindergarten.

„Mir sen do“, dachte sich der Bockerother Kindergarten.

Bockeroth. Die KG „Mir komme met“ feiert in dieser Session ihr 66-jähriges Bestehen. Eine positive Nachricht gibt es obendrauf: Die kommende Karnevalssession ist gesichert.

Die Bockerother hatten allen Grund, ausgelassen zu feiern. Im Biwak auf dem Dorfplatz „Op dem Milchbock“ gab es nur strahlende Gesichter. Immerhin feiert die KG „Mir komme met“ in dieser Session ihr 66-jähriges Jubiläum. Und: Die kommende Karnevalssession ist gesichert. Das hatte Kurt Schäfer von der KG kurz vor Zugbeginn verkündet.

Darüber war die Freude groß, denn die KG hat schwierige Zeiten hinter sich. Die Hochburg des Karnevals in Bockeroth, die Gaststätte „Op de Hüh“, ist geschlossen, die neue Hochburg ist in Hennef-Rott. „In der kommenden Session wird ein neuer Vorstand gewählt“, sagte Schäfer. Dann ginge es mit vereinten Kräften und neuen Mitgliedern weiter.

Das Bockerother Dreigestirn Walburga I., Thorsten I. und Fabian walteten mit bester Laune ihrer Ämter. Der brausende Wind konnte den Karnevalisten nichts anhaben. Bunt kostümiert säumten sie die Straßen, als der kleine aber feine Zug vorüber zog. Großzügig wurden die Kamelle geschmissen.

Lustig anzusehen war ein Traktor, der „Bockerother Spezialdünger“ geladen hatte. Über der Motorhaube hingen kopfüber grüne Flaschen, die den Tank mit Schnaps befüllen sollten. Clowns und Schneemänner gingen ebenfalls mit. Bei „voller Hütte“ feierten die gut gelaunten Jecken bis weit in den Abend ihre After-Zoch-Jubiläums-Party im Biwak.