Proklamation in Queckenberg

Die Jungfrau will „einfach nur schön sein“

Jugendliche Frische: 21, 27 und 24 Jahre jung sind (v.l.) Jungfrau Dominika, Prinz Johannes und Bauer Andre.

Jugendliche Frische: 21, 27 und 24 Jahre jung sind (v.l.) Jungfrau Dominika, Prinz Johannes und Bauer Andre.

Rheinbach-Queckenberg. Ein Junggesellen-Dreigestirn erobert die Queckenberger Jecken: Bauer Andre I., Prinz Johannes I. und Dominika I. übernehmen die Macht.

Das närrische Volk in der Queckenberger Madbachhalle hatte offenbar das Novembergrau draußen vergessen: Unbändiger karnevalistischer Frohsinn herrschte bei der Proklamation des Dreigestirns mit Prinz Johannes I., Bauer Andre I. und Jungfrau Dominika I. „Wenn die Session nur halb so schön wird, wie der Einmarsch, dann kann Euch nichts passieren“, war sich Bürgermeister Stefan Raetz sicher. Zusammen mit Ortsvorsteherin Ilka Rick bescheinigte er den Regenten, „richtig lecker und knackig“ auszusehen.

Die so Gelobten zeigten auch gleich, dass sie jugendliche Frische in den Karneval bringen werden. Ihr Sessionsmotto: „Der JGV ist unsere Welt, der Karneval uns och gefällt, dröm fiere mir mit alle Mann und zejen, wat die Jugend kann!“ Im Beisein ihrer Adjutanten und der Gardetanzgruppen der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Queckenberg präsentierten sich Prinz, Bauer und Jungfrau in der voll besetzten Madbachhalle souverän und schon mit allen karnevalistischen Wassern gewaschen. Den Queckenbergern sind die drei bestens bekannt. Deren Herz schlägt für den Junggesellenverein (JGV) Queckenberg, den Andre Fahl vor sechs Jahren gründete.

Dominika war einst Kinderprinz

Bauer Andre I. (24) ist in Queckenberg aufgewachsen und hat drei Jahre lang in der Garde getanzt. Als gelernter Mechatroniker arbeitet er in Euskirchen-Schweinheim. Er ist Präsident des JGV. Prinz Johannes I. (Burtscheid; 27) engagiert sich neben seinem Beruf als Dachdecker im väterlichen Betrieb und als Schriftführer für den JGV. Dort fungiert Dominik Fahl (21) als Kassierer. Er komplettiert das Trio als Jungfrau Dominika I. So ist er dem Karneval in Queckenberg treu geblieben, denn vor zehn Jahren war er Kinderprinz.

In der kommenden Session wolle er nicht viel reden, sondern „einfach nur schön sein“, kündigte der gelernte Dachdecker dem närrischen Volk und den befreundeten Karnevalsvereinen aus Rheinbach, Wormersdorf, Oberdrees und Merl an. Bürgermeister Raetz zeigte sich beeindruckt, wie viel Weisheit die frisch proklamierte Jungfrau mitbringe: „Nun weiß ich endlich, warum im Stadtrat so viel geredet wird“, flachste er mit Blick auf die Ratsmitglieder Claus Wehage und Karl-Heinz Kerstholt, die das Bürgermeisterdreigestirn an diesem Abend vervollständigten.