Einsätze an Weiberfastnacht

Polizei ermittelt nach Sexualdelikt in Beuel

Die Polizei war an Weiberfastnacht im Dauereinsatz.

Die Polizei war an Weiberfastnacht im Dauereinsatz.

Bonn. Bis zum Abend meldeten die Sicherheitskräfte für Bonn und den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis einen weitgehend normalen ruhigen Verlauf. Dann jedoch kam es in Beuel zu einem Übergriff auf eine 23-jährige Frau.

Am frühen Donnerstagabend kam es in Beuel zu einem Sexualdelikt. Laut Polizei wurde eine 23-jährige Frau um 19 Uhr zwischen Rheinaustraße und Rheinufer von einem bislang unbekannten Mann bedrängt.

Beide hatten zuvor dieselbe Kneipe besucht. „Vor der Kneipe kam es dann gegen den Willen der Frau zu sexuellen Handlungen“, so die Polizei. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf des Geschehens dauern noch an, nach dem mutmaßlichen Täter wird gefahndet. Hinweise nimmt die Polizei unter 0228-150 entgegen.

Bilanz der Polizei ist insgesamt positiv

Feuerwehr, Rettungsdienst und Ordnungsamt ziehen eine durchaus positive Bilanz ihrer Einsätze an Weiberfastnacht. Auch die Polizei verzeichnete zwar „ein reges Einsatzaufkommen“, der Auftakt der Karnevalstage sei aber „weitestgehend unbeschwert“ verlaufen. Rund um das Beueler Rathaus rückte die Feuerwehr zwischen 10 bis 19 Uhr zu elf Rettungsdiensteinsätzen aus, in zwei Fällen musste zusätzlich ein Notarzt hinzugerufen werden. Insgesamt gab es 94 Notfalleinsätzen.

In der Unfallhilfsstelle unter der Kennedybrücke versorgten ehrenamtlichen Helfer kleinere Verletzungen. „Die Jecken haben überwiegend fröhlich, vernünftig und friedlich gefeiert. Im Vergleich zum vergangenen Jahr war der Straßenkarneval unauffälliger“, sagte Carsten Sperling, Leiter des Stadtordnungsdienstes. Um die Flucht- und Rettungswege frei zu halten, ließ der Ordnungsdienst 18 Fahrzeuge abschleppen.

Rund um das China-Schiff in Beuel feierten etwa 1500 Jugendliche und junge Erwachsene, 500 von ihnen kontrollierte der Ordnungsdienst. Dabei wurden 390 Schnaps- und 45 Bierflaschen konfisziert (2017: 870). Fünf alkoholisierte Jugendliche mussten vom Sanitätsdienst betreut werden. Zwei randalierende Jugendliche erhielten Platzverweise, insgesamt sprachen Polizei und Ordnungsamt 62 Platzverweise aus. Sechs Jugendliche mussten wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

Die Polizei war mit mehr als 500 Beamten im gesamten Gebiet vertreten und rückte zu rund 300 Einsätzen aus. In 24 Fällen wurde Strafanzeige erstattet – zum Großteil wegen Körperverletzung oder Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. 15 Personen nahmen die Beamten in Gewahrsam. Am Abend wurde die Polizei zu mehreren kleineren Schlägereien gerufen. Am Donnerstagabend wurde eine 63-jährige Frau auf dem Fußweg am Fontainengraben von zwei Männern zu Boden gerissen, die ihr das Handy und Geldbörse abnahmen.